Eigenlob stinkt: WeTab-Chef Hoffer von Ankershoffen nimmt den Hut

04.10.2010
 

Jetzt schlägt's dreizehn! WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen tritt als Geschäftsführer zurück. Hoffer von Ankershoffen begründete den Schritt damit, dass er bei Amazon zwei hymnische Rezensionen auf den Tablet-Rechner verfasst habe - unter falschem Namen.

Jetzt schlägt's dreizehn! WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen tritt als Geschäftsführer zurück. Hoffer von Ankershoffen begründete den Schritt damit, dass er bei Amazon zwei hymnische Rezensionen auf den Tablet-Rechner verfasst habe - unter falschem Namen.

Hoffer von Ankershoffen: "Die beiden fraglichen Rezensionen auf Amazon habe ich privat verfasst, ohne mich mit der übrigen Geschäftsführung oder unserer Kommunikationsabteilung abzustimmen. Ich wollte damit meiner Freude über den Markstart und meiner Überzeugung, dass das WeTab ein tolles Gerät ist, Ausdruck verleihen."

Es sei ein Fehler gewesen, dies nicht unter dem eigenen Namen zu tun. "Wegen der anhaltenden Diskussionen in der Öffentlichkeit rund um meine Person in den letzten Wochen habe ich mich daher entschieden, meine Position als Geschäftsführer der WeTab GmbH bis auf weiteres ruhen zu lassen."

In einem der Fälle nannte sich Hoffer von Ankershoffen Peter Glaser. Ein Computerexperte und Mitglied des Chaos Computer Clubs heißt so. Und dieser Peter Glaser ist offenbar ziemlich sauer: Laut "Spiegel Online" prüft er rechtliche Schritte gegen Hoffer von Ankershoffen. 

Offensichtlich vergaß der WeTab-Chef seine Spuren zu verwischen. Der Blogger Richard Gutjahr gelang mit wenigen Klicks von den Besprechungen auf Amazon-Nutzerkonten von Hoffer von Ankershoffen. Die Einträge verschwanden am Wochenende, nachdem Gutjahr Alarm geschlagen hatte. Hoffer von Ankershoffen war zunächst unauffindbar - jetzt hat er das plumpe Eigenlob zugegeben und seinen Hut genommen.

Zunächst soll nun Tore Meyer die WeTab GmbH nach außen vertreten. Meyer war bisher auch schon Geschäftsführer.

Das WeTab ist Mitte September verspätet in den Handel gekommen. Mit dem Abgang des WeTab-Chefs findet die kuriose Geschichte um den Flachrechner, der dem iPad Paroli bieten sollte, einen neuen Höhepunkt. Fortsetzung folgt!

Ihre Kommentare
Kopf

Jörg Kremer

05.10.2010
!

Hat er sich den Anlass selbst verschafft, um nicht wegen des miserablen Produktes und des schlechten Managements irgendwann gehen zu müssen?

Wer ist eigentlich die betreuende PR-Agentur? Die muss man sich merken, um sie nicht zu empfehlen.


leser

05.10.2010
!

Nachvollziehbar, weil peinlich. Aber: Wieviel Autoren, Lektoren, Marketingleiter, PRler und sonstige Buchverlagsmenschen hätten da schon zurücktreten müssen ...


Florian Fake

05.10.2010
!

Sehr, sehr gelungener Artikel, Herr Bartl!


Olaf Meerkatz

05.10.2010
!

@leser: Die sind halt nicht so blöd, mit ihrem richtigen Account sowas zu schreiben. Weiß doch jeder, dass man sich für solche Sachen einen Fake-Account zulegt. So gesehen ist das jetzt natürliche Auslese gewesen.


Rudi Men-Teer

05.10.2010
!

Haha, habt ihr das zweite Bild gesehen! sehr gut. (oder soll ich sagen sehr sehr gut!) ;-)


Alexander MacG

Alexander MacG

Seamaster Pictures Ltd
Producer & EcoWarrior

06.10.2010
!

Eher peinlich und ein Zeichen dafür, wie stümperhaft das gesamte Produkt angegangen wurde und auch vertrieben wird.

GWall hat weitaus bessere Pads von 5,5 / 7 / 10 und 11inch basierend auf Android Technik gerade in China auf den Markt gebracht und werden damit zum Weihnachtsgeschäft den europäischen Markt fluten.

Alle anderen Hersteller lassen sich auch über den grünen Klee loben, aber dafür schmieren (sorry, nennt man ja Freibestückung) sie entsprechende Blogger und Schreiber von Rezensionen.


Wilhelm Tell

06.10.2010
!

@ Herr Kremer: Interessant Ihr Kommentar, sehr sogar.


Rudi

09.10.2010
!

Muss hier eigentlich alles mit Ausrufezeichen beginnen? "Jetzt schlägt's dreizehn?" War das ein Anflug von Spiegel Online?


Coskun (Josh) Tuna

Coskun Tuna

Seeding Alliance GmbH
Gesellschafter Geschäftsführer

11.10.2010
!

We tab im Dunkeln.


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