Lotze bekommt alle Macht bei BBDO: Chairman Hildmann zieht sich zurück

12.10.2010
 

BBDO-CEO Frank Lotze (Foto) übernimmt ab dem kommenden Jahr die ungeteilte Macht bei der Agenturgruppe BBDO. Das sagte Lotze im Interview mit der "Welt". BBDO-Chairman und -Urgestein Anton Hildmann zieht sich demnach Ende des Jahres zurück und bleibt künftig als Berater an Bord.

BBDO-CEO Frank Lotze (Foto) übernimmt ab dem kommenden Jahr die ungeteilte Macht bei der Agenturgruppe BBDO. Das sagte Lotze im Interview mit der "Welt". BBDO-Chairman und -Urgestein Anton Hildmann zieht sich demnach Ende des Jahres zurück und bleibt künftig als Berater an Bord.

Hildmann war Anfang 2008 an die Spitze von BBDO Germany getreten, nachdem er die Agenturgruppe schon von 1990 bis 1999 geführt hatte. Er sollte Deutschlands größter Agenturgruppe wieder Schwung verleihen, bei der es zuletzt am kreativen Produkt haperte und sich die Erlöse nicht wie gewünscht entwickelten.

Hildmann krempelte Strukturen um und holte Anfang 2010 den langjährigen Jung-von-Matt-Manager Frank Lotze an seine Seite. In der Post-Hildmann-Ära fiel die Agentur auch mit personeller Instabilität auf; Lotze ist der achte CEO innerhalb von 10 Jahren. Ende des Jahres läuft der Vertrag von Ober-Finanzer Wilfreid Huth aus (kress.de vom 17. August 2010).

Lotze will die Agentur, die größte hierzulande, weiter auf Spur bringen und steht selbst für Durchhaltevermögen. Bei Jung von Matt hat er es zwölf Jahre ausgehalten, zuletzt war er Vorstand. Ziel sei es, BBDO in den kommenden drei Jahren wieder unter die Top-3-kreativen Agenturen zu führen. Helfen soll Wolfgang Schneider, der im November als neuer Kreativchef für Deutschland zum Team stößt (kress.de vom 4. Februar 2010).

Zu BBDO gehören neben der Werbeagenturgruppe u.a. auch die PR-Tochter KetchumPleon, die Unternehmensberatung Batten & Company und der Digtial-Ableger Proximity.

Alle Töchter berichten direkt an die Zentrale in New York. BBDO gehört zur US-Werbeholding Omnicom, die bisweilen den Ruf hat, die Geschäfte auch in Deutschland stark mitbestimmen zu wollen. Die dominante Art der Amerikaner führte dem Vernehmen nach zuletzt auch zum Abgang von Frank Behrendt, ehemals Deutschlandchef von KetchumPleon, der nach der Übernahme nicht mehr willens war, sich darauf einzulassen (kress.de vom 6. Mai 2010).

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