"Interessenskonflikte nur in der Theorie": Klatten und Kerner gründen Investorengruppe

12.10.2010
 

Investorenklub unter alten Bekannten: Die TV-Männer Johannes B. Kerner und Werner E. Klatten haben mit dem Werbemanager Tonio Kröger (DDB) und Air-Berlin-Boss Joachim Hunold die United Professionals Agency GmbH gegründet. Dies berichtet die "FTD". Mit der Gesellschaft sind die vier bei People Brand Management (PBM) eingestiegen - die Hamburger Agentur vermittelt Sportgrößen wie Miro Klose und Felix Magath und die Schauspielerin Veronica Ferres.

Investorenklub unter alten Bekannten: Die TV-Männer Johannes B. Kerner und Werner E. Klatten haben mit dem Werbemanager Tonio Kröger (DDB) und Air-Berlin-Boss Joachim Hunold die United Professionals Agency GmbH gegründet. Dies berichtet die "FTD". Mit der Gesellschaft sind die vier bei People Brand Management (PBM) eingestiegen - die Hamburger Agentur vermittelt Sportgrößen wie Miro Klose und Felix Magath und die Schauspielerin Veronica Ferres.

United Professionals Agency hat 75% der Anteile an PBM übernommen und den Mitgründer Sportfive abgelöst. PBM-Chef Sven Müller, der die übrigen Anteile hält, will dem Bericht zufolge das Netzwerk der neuen Gesellschafter nutzen - sofern keine Interessenkonflikte auftauchten. 

Diese könnten dadurch entstehen, dass Werner E. Klatten, geschäftsführender Gesellschafter von United Professionals Agency, dem Aufsichtsrat der Deutschen Sporthilfe und dem Kontrollgremium von Constantin Medien vorsteht - Constantin, ehemals EM.TV, mischt über Beteiligungen bei der Vermarktung der Champions League mit.

Nur einfaches Mitglieder der Deutschen Sporthilfe ist Johannes B. Kerner. Bei Sat.1 präsentiert er mit dem "ran" Team ausgewählte Spiele der Champions League. Zu seinen Interviewpartnern gehören damit auch die von PBM betreuten Miro Klose und Felix Magath.

Klatten sagte der "FTD", dass sich ein Interessenskonflikt nur in der Theorie stelle. Auch Kompagnon Kerner, der sich offenbar nicht äußern wollte, nehme "keinen Einfluss auf das operative Geschehen", so Klatten. Außerdem sei Kerner durch sein Berufsverständnis zur Unabhängigkeit verpflichtet. 

Vier bis fünf Beteiligungen soll der Investorenklub der alten Weggefährten in den nächsten drei Jahren planen, vornehmlich in der Kommunikationsbranche. Klatten war Sat.1-Chef, als Kerner "ran" mitentwickelte; zurzeit vertritt er Kerners Belange als Anwalt. Die Verbindung zwischen Kerner und Air-Berlin-Boss Joachim Hunold besteht darin, dass Kerner für den Börsengang der FLuggesellschaft warb.

Ihre Kommentare
Kopf

Eric C.

13.10.2010
!

"...ein Interessenskonflikt nur in der Theorie stelle."
Diese Aussage stimmt, denn rein praktisch ist doch dieser Club nur eine weitere Variante von "Linke Tasche, rechte Tasche und wir alle gewinnen!"
Herr Kerner hat über Jahre auf Kosten des öffentlich-rechtlichen Gebührzahlers seine Kontakte geknüpft und gepflegt und macht nur dieses Netzwerk zu Geld. Ein ernstzunehmender Journalist war er doch wohl nie.


s. Schuler

18.10.2010
!

Zu Recht wird kritisiert, dass Herr Kerner Interessenkonflikte mit seiner beruflichen Tätigkeit haben könnten. Aber was ist mit Werner E. Klatten? Als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe hat er selbstverständlich Zugang zu den TOP-Athleten unserer Republik. Stellt sich die Frage: Hat die Deutsche Sporthilfe keine Compliance Regeln, welche insbesondere den Umgang mit möglichen Interessenkonflikten regelt? Herr Klatten sollte sich entscheiden Aufsichtsratsvorsitz oder Investorenclub


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