dapd-Chef Dreyer im kress-Interview: "Wir waren im Krisenmanagement nicht schnell genug"

 

Cord Dreyer (Foto), Chefredakteur und Geschäftsführer von dapd, hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass das schnelle Wachstum der Nachrichtenagentur die Qualität ihrer Berichterstattung gefährde. dapd hatte vergangenen Woche die Falschmeldung verbreitet, das Unternehmen Würth wolle die Unternehmenszentrale in die Schweiz verlagern. Dreyer spricht im Interview mit dem kressreport von einem "individuellen Fehler" der Reporterin, gesteht aber ein, dass "wir im Krisenmanagement nicht schnell genug waren".

Cord Dreyer, Chefredakteur und Geschäftsführer von dapd, hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass das schnelle Wachstum der Nachrichtenagentur die Qualität ihrer Berichterstattung gefährde. dapd hatte vergangenen Woche die Falschmeldung verbreitet, das Unternehmen Würth wolle die Unternehmenszentrale in die Schweiz verlagern. Dreyer spricht im Interview mit dem kressreport von einem "individuellen Fehler" der Reporterin, gesteht aber ein, dass "wir im Krisenmanagement nicht schnell genug waren". Mit dem Wachstum der Gruppe habe das aber nichts zu tun: "Strategische Themen wie die Schaffung eines Sportdienstes betreffen unsere Text- und Fotojournalisten in ihrem Alltagsgeschäft bisher nicht."

dapd ist aus der Fusion der Nachrichtenagentur ddp und des deutschen Ablegers von Associated Press (AP) hervorgegangen. Die neue Agenturgruppe versteht sich als Vollagentur und Alternative zur dpa. Gerade hat Gesellschafter Martin Vorderwülbecke in Berlin angekündigt, dem Marktführer auch bei der Sportberichterstattung aus Deutschland Konkurrenz zu machen (kress.de vom 7. Oktober 2010).

Dreyer verspricht, auch im Sport eine "Grundversorgung" zu gewährleisten. Zielt die Ankündigung eines Sport-Textdienstes vielleicht nur darauf ab, die französische Nachrichtenagentur AFP doch noch zum Verkauf des Sport-Informations-Dienstes (SID) zu bewegen? "Es geht nicht darum, von hinten durch die Brust ins Auge zu treffen, solche Spielchen sind nicht so naheliegend", sagt Dreyer im Interview mit dem kressreport. "Wir machen unseren Dienst, und wenn Bündnisse sinnvoll erscheinen - übrigens auch mit ganz anderen Anbietern - dann werden wir Gespräche führen, und zwar unvoreingenommen."

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