"Entscheidung in dieser Woche": Konstantin Neven DuMont will Verlagsvorstand verlassen

23.10.2010
 

Der Verlagserbe und Herausgeber der "Frankfurter Rundschau", Konstantin Neven DuMont, 40, will sich beim Verlag M. DuMont Schauberg angeblich aus dem Vorstand zurückziehen. Er sagte dem "Spiegel", dass er schon seit einiger Zeit darüber nachdenke, aus dem Verlagsvorstand auszuscheiden. Er sei letztlich "doch mehr auf der kreativen Seite" zu Hause, nicht so sehr "Verwalter". Unter der Woche war der Name Konstantin Neven DuMont im Rahmen einer Blogaffäre gefallen.

Der Verlagserbe und Herausgeber der "Frankfurter Rundschau", Konstantin Neven DuMont, 40, will sich beim Verlag M. DuMont Schauberg angeblich aus dem Vorstand zurückziehen. Er sagte dem "Spiegel", dass er schon seit einiger Zeit darüber nachdenke, aus dem Verlagsvorstand auszuscheiden. Er sei letztlich "doch mehr auf der kreativen Seite" zu Hause, nicht so sehr "Verwalter".

Konstantin Neven DuMont schwebt offenbar ein Amt im Aufsichtsrat vor: Diese Idee finde er "reizvoll". Bei einer Vorstandssitzung in der vergangenen Woche soll Konstantin Neven DuMont das Thema bereits zur Sprache gebracht haben, so der "Spiegel", der sich auf Unternehmenskreise beruft.

Konstantin Neven DuMont habe den Wunsch geäußert, das operative Geschäft zu verlassen. Noch in der kommenden Woche würden sich deshalb die Familie rund um Patriarch Alfred Neven DuMont treffen, um gemeinsam zu beratschlagen.

Alt-Verleger Alfred Neven DuMont, Vorsitzender des Aufsichtsrats, wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Es handle sich um "Gerüchte", die ihm selbst nicht bekannt seien.

Hintergrund: Den Namen Konstantin NevenDuMont nannte unter der Woche auch der Medienjournalist Stefan Niggemeier, der den Verlegersohn im Verdacht hat, Hunderte Kommentare auf seinem Blog verfasst zu haben, mit zum Teil wüsten Beschimpfungen. Konstantin Neven DuMont bestreitet das und behauptet, zwei Bekannte hätten von seinen Rechnern aus auf Niggemeiers Blog kommentiert. Die "SZ" schrieb, bei DuMont herrsche wegen der Blogaffäre "helles Entsetzen". Offiziell heißt es bei DuMont aber, die Vorwürfe seien haltlos.

Update: Gegenüber "Bild Köln" (Montagsausgabe) gab Konstantin Neven DuMont zu Protokoll, dass es am kommenden Mittwoch eine Sitzung im Hause DuMont geben wird: "Dann wird sich mein Vater zu der ganzen Sache äußern."Alfred Neven DuMont gehe das alles sehr nahe. Sohn Konstantin wurde offenbar ein Maulkorb verpasst: Er darf sich nach eigenen Aussage nicht mehr zur Blog-Affäre äußern, ein "Vorstandsbeschluss" verbietet es ihm. "Ich wurde überstimmt. Aber seien Sie sicher, es wird alles aufgeklärt." Und der Verlegersohn setzt gegenüber "Bild" noch einen drauf: "In dieser Woche wird sich klären, ob meine Zukunft bei MDS liegt oder anderswo."

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