Ex-Pleon-Boss: Frank Behrent zieht in den fischerAppelt-Vorstand ein

02.11.2010
 

Der ehemalige Deutschland-Chef von Ketchum Pleon Frank Behrendt (Foto), 47, steigt bei der Inhaber-geführten Agenturgruppe fischerAppelt ein. Neben den Gründern Bernhard und Andreas Fischer-Appelt amtiert er ab dem 1. Februar 2011 als gleichberechtigter Vorstand. Bis Ende Januar hat Behrendt noch Vertrag bei Ketchum Pleon.

Der ehemalige Deutschland-Chef von Ketchum Pleon Frank Behrendt (Foto), 47, steigt bei der Inhaber-geführten Agenturgruppe fischerAppelt ein. Neben den Gründern Bernhard und Andreas Fischer-Appelt amtiert er ab dem 1. Februar 2011 als gleichberechtigter Vorstand. Bis Ende Januar hat Behrendt noch Vertrag bei Ketchum Pleon.

Behrendt hält anders als seine beiden Vorstandskollegen aber keine Anteile an der Agentur. Im Vorstand übernimmt Behrendt das neue Ressort PR. Zudem soll er für fischerAppelt eine neue Rhein-Ruhr-Niederlassung im Raum Köln/Bonn/Düsseldorf/Essen eröffnen.

Behrendt stand rund 10 Jahre für Pleon in der Pflicht und genoss intern wie extern einen guten Ruf. Zuvor hatte Behrendt als Marketing-Chef bei RTL gearbeitet.

"Frank Behrendt ist ein Schwergewicht der Branche. Mit ihm gehen wir den nächsten Schritt in Richtung Marktführerschaft", sagt Bernhard Fischer-Appelt in einer Mitteilung. Behrendt lobt die "Kompetenzvielfalt, die Kundenstruktur, die unternehmerische Denke" seiner neuen Agenturheimat.

Eben jener unternehmerische Spielraum hatte ihm dem Vernehmen nach zuletzt bei Ketchum Pleon gefehlt. Im Mai warf er entnervt das Handtuch (kress.de vom 6. Mai 2010). Die zunehmende Bervormundung der US-Zentrale ging ihm offenbar zu weit.

Ketchum Pleon ist die größte PR-Agentur auf dem deutschen Markt. Sie ging im vergangenen Jahr aus der Fusion der deutschen Pleon mit dem US-Unternehmen Ketchum hervor. Im Gegensatz zu einer Network-Firma wie Ketchum Pleon kann fischerAppelt wendiger agieren, zudem ist die Agenturgruppe über diverse Töchter auch in anderen Disziplinen wie klassischer Werbung oder Bewegt-Bild-Produktion gut aufgestellt. Allerdings fehlt die globale Perspektive wie sie großen Netzwerken eigen ist.

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