dpa-Boss geht von Bord: Malte von Trotha hört zum Jahresende auf

10.11.2010
 

dpa-Chef Malte von Trotha (Foto), 44, legt sein Amt zum Jahresende nieder. Wie die Agentur informiert, wird er seinen Vertrag nicht verlängern und spätestens Ende 2011 aus dem Unternehmen ausscheiden. Von Trotha wolle einen guten Übergang ermöglichen, heißt es aus Hamburg. Ab Januar wird Michael Segbers bis auf weiteres alleiniger Geschäftsführer der Agentur.

dpa-Chef Malte von Trotha (Foto), 44, legt sein Amt zum Jahresende nieder. Wie die Agentur informiert, wird er seinen Vertrag nicht verlängern und spätestens Ende 2011 aus dem Unternehmen ausscheiden. Von Trotha wolle einen guten Übergang ermöglichen, heißt es aus Hamburg. Ab Januar wird Michael Segbers bis auf weiteres alleiniger Geschäftsführer der Agentur. 

Von Trotha steht auf "unbestimmte Zeit" für die Übergabe von Projekten weiter parat. Er ist seit 2005 dpa-Geschäftsführer, seit 2006 als Vorsitzender der Geschäftsführung (kress.de vom 6. Juli 2005). Zuvor war er Finanzchef der Verlagsgruppe Milchstrasse. Segbers stieg ebenfalls 2005 zum dpa-Geschäftsführer auf (kress.de vom 8. Dezember 2004).

"In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat habe ich mich aber entschieden, meinen Vertrag nicht zu verlängern, um mich einer neuen Aufgabe zu stellen. Ich hatte eine gute Zeit bei der dpa und konnte die Entwicklung maßgeblich mit gestalten", sagt von Trotha in einer Mitteilung. Wohin er geht - unklar.

"In den vergangenen Jahren wurden viele Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Die Agentur befindet sich in grundsolider Verfassung, in vielen Bereichen wurde sie neu ausgerichtet", so von Trotha weiter. Dazu zähle der Umzug der Agentur von Hamburg nach Berlin und das neue Redaktionssystem, das er zusammen mit dem neuen Chefrdakteur Wolfgang Büchner eingeführt hat.

Man respektiere von Trothas Entscheidung und werde weiterhin engagiert zusammen arbeiten, so dpa-Aufsichtsrats-Chef Karlheinz Röthemeier. Die Zusammenarbeit mit von Trotha sei immer vertrauensvoll gewesen.

Die dpa sieht sich derzeit wachsendem Wettbewerb durch das neue Angebot dapd ausgesetzt, mit dem die ddp-Eigner eine neue Vollagentur in Konkurrenz zur dpa aufbauen wollen.

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