Ab Januar in Deutschland: Apple startet iAd in Europa

18.11.2010
 

Apple rollt seine mobile Werbeplattform iAd ab Dezember auch in Europa aus. Den Start machen Großbritannien und Frankreich, Deutschland folgt im Januar nach. Zu den ersten Werbekunden gehören nach Apple-Angaben L'Oréal, Renault, Louis Vuitton, Nespresso und Unilever. In den USA wurde iAd schon im Juli frei geschaltet,

Apple rollt seine mobile Werbeplattform iAd ab Dezember auch in Europa aus. Den Start machen Großbritannien und Frankreich, Deutschland folgt im Januar nach. Zu den ersten Werbekunden gehören nach Apple-Angaben L'Oréal, Renault, Louis Vuitton, Nespresso und Unilever.

Mit iAd können werbungstreibende Unternehmen direkt in den Apps für iPod touch und iPhone werben. Die Nutzer können so innerhalb der App verweilen, während sie sich mit den Anzeigen beschäftigen. 60% der mit iAd erzielten Erlöse erhalten die Entwickler, den Rest streicht Apple ein.

In den USA wurde iAd schon im Juli frei geschaltet. Insgesamt verbuche das Unternehmen voraussichtlich 21% am amerikanischen mobilen Werbemarkt für sich, zitiert Apple das Marktforschungsunternehmen IDC.

Die Resonanz der Werbebranche ist allerdings durchwachsen. "Sie sind teuer und im Umgang ziemlich schwierig", zitiert die "FTD" einen Verantwortlichen einer großen Mediaagentur. Die Großkunden Chanel und Adidas sind bereits abgesprungen.

Mit hohen Preisen und strengen Vorgaben habe der Konzern auch die europäischen Werbekunden verärgert, so dass der Start von iAd nach hinten verschoben werden musste. Laut "Financial Times" hat Apple Kampagnen für weniger als 1 Mio Dollar angeboten, um zum Europa-Start von iAd mit großen Namen auftrumpfen zu können. Zu Beginn hatte Apple von iAd-Startkunden in den USA noch verlangt, ein Werbevolumen von mindestens 10 Mio Dollar zuzusagen.

Apple-Konkurrent Google hat sich mit dem Kauf von AdMob für den mobilen Werbemarkt fit gemacht und vermarktet in Europa bereits Werbeflächen in Apps. Noch in diesem Jahr will der Konzern nach Eigenangaben die 1-Mrd-Dollar-Marke beim Umsatz mit Handywerbung knacken.

Der Markt hat großes Potential: Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers erwartet schon für 2013 einen Umsatz von weltweit 9,2 Mrd Dollar.

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