Weimer über "Focus" und "Spiegel"-Positionierung: "Unterschiedliche vektorielle Funktionen"

 

"Focus"-Chefredakteur Wolfram Weimer erklärte am Freitag auf einem Podium bei den Zeitschriftentagen des VDZ seine Strategie: "Ich hoffe, dass der 'Spiegel' am Montag die Goebbels-Titelgeschichte bringt. Dann werden die unterschiedlichen vektoriellen Funktionen von 'Focus' und 'Spiegel' deutlicher." 

"Focus"-Chefredakteur Wolfram Weimer erklärte am Freitag auf einem Podium bei den Zeitschriftentagen des VDZ seine Strategie: "Ich hoffe, dass der 'Spiegel' am Montag die Goebbels-Titelgeschichte bringt. Dann werden die unterschiedlichen vektoriellen Funktionen von 'Focus' und 'Spiegel' deutlicher." 

Am Montag kommen sein Magazin und die "Bild"-Zeitung mit einem Papst-Interview an den Kiosk. Redakteure der beiden Blätter durften gemeinsam mit europäischen Kollegen das Oberhaupt der katholischen Kirche befragen. Weimer will den "Focus" als bürgerliches Leitmedium positionieren. Währenddessen hofft er, dass der "Spiegel" auf dem politischen Spektrum nach links rückt.

kress fragt: Kann dieser Plan aufgehen? Die bürgerliche Mitte der Republik demonstriert nämlich zurzeit lieber gegen Atomkraft und Stuttgart 21, als dass sie die Gedanken des Papstes sonderlich interessiert.

Ihre Kommentare
Kopf

Prof. Moriarty

19.11.2010
!

Bild & Focus & der Papst = Stichwortgeberinterview, wie schon in den 1990ern Marktwort der Kohl befragen durfte und wie ein kleiner Schuljunge auftrat, bedeutet das wieder eine Bild- und Focus-Bibel als Merchandise zu Weihnachten?

Focus hat sich zum Start von Tom Cuise Stuafenberg-Film mit Geschichte versucht, die Story hatte viele Filmbilder (einen schönen Dank an den Filmverleiher) und war ein Werbetext der Filmfirma für den Film als Geschichte! Focus hat einfach nicht die Journalisten.


markwortfan

19.11.2010
!

"Rechts" vom Spiegel ist doch die Welt / Welt am Sonntag, wozu braucht es da einen Focus ? Und "links" gibt es den Freitag, die taz etc. In der Mitte tront die ZEIT. Die Kollegen werden es Burda nicht noch einmal so leicht machen, die werden diesmal blitzschnell reagieren und erfolgreiche Focus-Themen auch selbst bedienen. Trotzdem: viel Glück, es hängen ja noch ein paar Jobs dran.


Oilenspiegel

23.11.2010
!

Das Schöne am SPIEGEL ist doch, dass man sich über den einen Artikel ärgert, weil er zu links ist, und über den anderen, weil er zu rechts ist. Manchmal weiß man gar nicht mehr recht, was der SPIEGEL-Autor selber meint, so vergangene Woche in der Reportage über den BP-Ankläger. Das Niveau erreicht der FOCUS niemals, da weiß man doch, dahinter steckt die CDU.


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