Apps kommen künftig vorinstalliert: Qype sammelt 3,5 Mio Euro von Vodafone ein

23.11.2010
 

Vodafones Wagniskapital-Tochter Vodafone Ventures steigt mit satten 3,5 Mio Euro bei dem lokalen Lob-und-Tadel-Tool Qype ein. Obendrauf stocken bestehende Geldgeber wie Advent Venture Partners, Partech International und Wellington Partners ihre Investments um insgesamt 3 Mio Euro auf. Qype will das mobile Geschäft ankurbeln - auf Vodafone-Smartphones kommt eine "co-branded" Qype-App künftig vorinstalliert daher.

Vodafones Wagniskapital-Tochter Vodafone Ventures steigt mit satten 3,5 Mio Euro bei dem lokalen Lob-und-Tadel-Tool Qype ein. Obendrauf stocken bestehende Geldgeber wie Advent Venture Partners, Partech International und Wellington Partners ihre Investments um insgesamt 3 Mio Euro auf. Qype will das mobile Geschäft ankurbeln - auf Vodafone-Smartphones kommt eine "co-branded" Qype-App künftig vorinstalliert daher.

Im Januar stellte Qype seine iPhone-App vor, mittlerweile sind Pendants für Android und Blackberry verfügbar - bei denen Vodafone stark vertreten ist. Der Mobilfunker hat erst jüngst mit dem iPhone-Vertrieb angefangen. Laut Qype wurde die App inzwischen rund 1 Mio Mal heruntergeladen. Seit Sommer können User über die App à la Foursquare und friendticker auch "einchecken" - also im Netzwerk kundtun, wo sie sich aktuell aufhalten.

Vodafone liefert die Qype-App künftig in den Ländern Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal, Niederlande und Irland direkt mit aus - und untermauert die komfortable Stellung, die sich Qype innerhalb Europas mittlerweile erobert hat. Nach Unternehmensangaben deckt Qype knapp 160.000 Städte und Gemeinden in ganz Europa ab, mit etwa 600.000 Dienstleistern. Die Anzahl der Nutzer soll bei 17 Mio Unique Usern liegen. Die Agof verbuchte in der jüngsten Ausweisung gut 3 Mio Unique User für Deutschland.

Via Qype können User ihre Dienstleister, Einzelhändler oder Attraktionen vor Ort bewerten, vor allem Restaurants und Bars, daneben auch Werkstätten, Hotels, Modeboutiquen oder Sehenswürdigkeiten. Das Hamburger Unternehmen ist seit 2006 am Start.

Hinter Qype steckt Gründer Stephan Uhrenbacher, der sich mittlerweile aber vorrangig um seinen "grünen" Online-Shop Avocado Store kümmert. Qype-Vorbild ist das US-Angebot Yelp, das sich in Europa schwer tut. Yelp (ausgestattet mit etwa 50 Mio Dollar Risiko-Kapital) startete sein deutsches Angebot im Sommer (kress.de vom 22. Juli 2010). In UK, Frankreich und Irland startete Yelp schon früher adaptierte Angebote.

Die Dienste docken via Smartphone zunehmend an Geo-Location-Services an. Jüngst koppelte Google seine Google Places/Google Maps mit der neuen Empfehlungs-App Hotpot und kickte Yelp raus (kress.de vom 16. November 2010). Der deutsche Dienst ist allerdings noch nicht online. Treiber dürfte auch Facebook sein, das Google in Sachen Social Tools voraus ist und sich das Thema Geo-Loaction mit Facebook Places erschlossen hat - bisher zugunsten von Yelp eine eigene Bewertungsoption aber vermissen lässt.

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