Pleitgen tadelt die Öffentlich-Rechtlichen: "Talkshows können keine Hintergrundberichte ersetzen"

25.11.2010
 

Der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen liest den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern die Leviten: Es sei nicht akzeptabel, wenn Reportagen und Dokumentationen in die Nacht rutschten, sagte Pleitgen am Donnerstag auf dem 15. Mainzer Mediendisput, wie dapd berichtet. Talkshows könnten keine Hintergrundberichterstattung ersetzen.

Der ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen liest den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern die Leviten: Es sei nicht akzeptabel, wenn Reportagen und Dokumentationen in die Nacht rutschten, sagte Pleitgen am Donnerstag auf dem 15. Mainzer Mediendisput, wie dapd berichtet. Talkshows könnten keine Hintergrundberichterstattung ersetzen.

Pleitgen sieht es als Fehler an, "Kernelemente" wie Reportagen und politische Magazine aus dem Hauptprogramm zu verbannen. Frank Plasbergs Polittalk "Hart aber fair" gehöre ins ARD-Hauptprogramm, Dokumentationen jedoch auch, so Pleitgen.

Hintergrund: Der "Spiegel" hatte am Wochenende berichtet, dass mehrere ARD-Intendanten den letzten Primetime-Sendeplatz für Dokumentationen streichen wollen - zugunsten des Polit-Talkers Plasberg. Mehrere Intendanten wollen demnach auf der nächsten ARD-Tagung am 29. November durchsetzen, die Polit-Talkshow von Frank Plasberg ab kommenden Herbst auf montags 21 Uhr zu verschieben. Dies wird nötig, weil die "Tagesthemen" künftig wochentags einheitlich um 22.15 Uhr senden sollen. Geopfert werden müsste dann der Montagsplatz für Dokumentationen.

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