Oliver Dubber über Hans Werner Kilz: "Züge von Renitenz"

 

Hans Werner Kilz, Chefredakteur der "Süddeutschen Zeitung", verabschiedet sich in wenigen Wochen von seiner Redaktion. Bei einem Abschiedsfest in Taufkirchen sprach auch Oliver Dubber, Aufsichtsratsvorsitzender des Süddeutschen Verlags, über Kilz. "Gelegentlich neigte er zur Aufmüpfigkeit und wies Züge von Renitenz auf", schrieb er dem langjährigen "SZ"-Chef ins Zeugnis.

Hans Werner Kilz, Chefredakteur der "Süddeutschen Zeitung", verabschiedet sich in wenigen Wochen von seiner Redaktion. Bei einem Abschiedsfest in Taufkirchen sprach auch Oliver Dubber, Aufsichtsratsvorsitzender des Süddeutschen Verlags, über Kilz. "Gelegentlich neigte er zur Aufmüpfigkeit und wies Züge von Renitenz auf", schrieb er dem langjährigen "SZ"-Chef ins Zeugnis.

Der Artikel in der "Süddeutschen" über das Fest kommentiert die Einschätzung von Kilz so: "Nicht die schlechtesten Eigenschaften für einen Journalisten, der als junger 'Spiegel'-Redakteur die Flick-Parteispenden-Affäre mit aufdeckte."

Kilz' Nachfolger Kurt Kister sagte: "Kilz ist ein Kümmerer - und das hat immer seinen manchmal 'Spiegel'-rauen Umgang mit den Leuten um ein Vielfaches aufgewogen." Alexander Gorkow, heute Seite 3-Chef, berichtete danach über einen Abend in einer Berliner Absturzbar. Kilz habe "Enormes für die Zeitung geleistet", sagte Verleger Johannes Friedmann.

Und was sagte Kilz selbst? "War ja fast schon eine Liebeserklärung. Ich fühl mich toll und bin schon ein bisschen gerührt." Nicht wenige Gäste der Feier rechneten damit, dass Kilz bald eine eigene Talksendung im Fernsehen bekomme, so die "SZ" über ihren Noch-Chef.

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