Kurz-"Trip": Garms legt sein Männermagazin auf Eis

03.12.2010
 

Kurze Lustreise für Thomas Garms: Der Ex-"Hörzu"-Chef hat sein Männermagazin "Trip" schon wieder vom Markt genommen - seit Ende April sind drei Ausgaben erschienen. Das nächste Heft sei weitestgehend fertig gestellt, gehe aber nicht mehr in Druck, so Garms gegenüber "Spiegel Online". "Wir haben das Projekt vorerst auf Eis gelegt." Schuld daran sei das schwache Werbegeschäft: 

Kurze Lustreise für Thomas Garms: Der Ex-"Hörzu"-Chef hat sein Männermagazin "Trip" schon wieder vom Markt genommen - seit Ende April sind drei Ausgaben erschienen. Das nächste Heft sei weitestgehend fertig gestellt, gehe aber nicht mehr in Druck, so Garms gegenüber "Spiegel Online". "Wir haben das Projekt vorerst auf Eis gelegt." Schuld daran sei das schwache Werbegeschäft.

Zwar wolle er nach potentiellen Investoren suchen, doch die Voraussetzungen dafür seien derzeit schlecht, erklärt Garms. "Das Segment erwischt es gerade ziemlich krass. Viele Werbeetats von Sportmarken werden schneller und stärker als erwartet auf Soziale Netzwerke oder das klassische Internet gesetzt. Das ist für kleine Titel dramatisch." Nischenprojekte ohne einen großen Verlag im Rücken hätten dadurch kaum mehr eine Chance, glaubt Garms. Zwei Festangestellten habe er kündigen müssen, weitere fest-freie Mitarbeiter seien betroffen.

Dem Bericht zufolge blieb auch die verkaufte Auflage von "Trip" teilweise hinter den Erwartungen zurück und konnte die Werbelöcher nicht stopfen.

"Trip" ist eine Lizenzausgabe des gleichnamigen brasilianischen Männermagazins. "Rebellisch, mutig, ehrlich" sollte das 132-Seiten dicke Heft sein, jede Ausgabe war einem Schwerpunktthema gewidmet. Garms verstand  "Trip" als  Autorenmagazin, nicht als klassisches Männermagazin. Das Heft war im April mit einer Druckauflage von 100.000 Exemplaren gestartet.

Hintergrund: In der vergangenen Woche hatte die Egmont-Holding ihren Tochter-Verlag Mitte Editionen zugemacht und gleichzeitig mitgeteilt, die Männerzeitschrift "FHM" mit ihren Ablegern "Die Girls von FHM" und "FHM collections" nicht mehr herauszugeben. 14 Mitarbeiter sollen ihren Job verlieren. Lizenzgeber Bauer will nun einen neuen Partner für das Männermagazin suchen (kress.de vom 26. November 2010).

Ihre Kommentare
Kopf

JJ

04.12.2010
!

Hochmut kommt vor dem Fall! Herr Garms hat diverse Autoren und gestandene Journalisten bei diesem Projekt hochnäsig verprellt, war beratungs- und kritik resistent. Das Ende des Blattes könnte durchaus die Quittung dafür sein...


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