G+J findet Grosso-Pilotabschluss gut: "Dieser Vorschlag ist ein richtiges Signal"

 

Das Verlagshaus Gruner + Jahr und sein Tochterunternehmen Deutscher Pressevertrieb (DPV) sind angetan vom Pilotabschluss, auf den sich der Bundesverband Presse-Grosso und die Axel Springer AG geeinigt haben. G+J-Boss Bernd Buchholz (Foto) nennt die Vereinbarung ein "richtiges Signal", das "ein wesentlicher Baustein für das Commitment der Verlagsseite insgesamt zum Grosso-Vertriebssystem" sein könnte. Die Bonus-Regelung, ebenfalls Teil des Pilot-Abschlusses, müsse allerdings noch "in ihren Details" bewertet werden. Unterdessen hat auch Rainer Esser, Geschäftsführer der "Zeit", die Vereinbarung begrüßt.

Das Verlagshaus Gruner + Jahr und sein Tochterunternehmen Deutscher Pressevertrieb (DPV) sind angetan vom Pilot-Abschluss, auf den sich der Bundesverband Presse-Grosso und die Axel Springer AG geeinigt haben. G+J-Boss Bernd Buchholz (Foto) nennt die Vereinbarung ein "richtiges Signal", das "ein wesentlicher Baustein für das Commitment der Verlagsseite insgesamt zum Grosso-Vertriebssystem" sein könnte. Die umsatzabhängige Bonus-Regelung, ebenfalls Teil des Pilot-Abschlusses, müsse allerdings noch "in ihren Details" bewertet werden, so G+J und DPV weiter.

Bundesverband Presse-Grosso und Axel Springer haben in der vergangenen Woche öffentlich Freundschaft geschlossen (kress.de vom 16. Dezember 2010). Einige Aspekte der Partnerschaft: Der Verlag machte deutlich, dass er die so genannte Gemeinsame Erklärung von 2004 als rechtsverbindlich auch im Verhältnis zu einzelnen Grossisten betrachtet. Außerdem sollen Kündigungen von Grossisten nur bei gravierenden Leistungsmängeln möglich sein. Das Grosso machte Zugeständnisse finanzieller Art: Die Bonus-Regelung sieht eine Zahlung an den Verlag vor, sollte sein Einzelhandelsumsatz konstant bleiben oder steigen. Der Grosso-Verband hat entsprechende Regelungen allen anderen Verlagen angeboten.

G+J und DPV signalisieren nun Interesse daran: "Die Überführung wesentlicher Faktoren der Gemeinsamen Erklärung in rechtsverbindliche Vereinbarungen festigt und sichert das deutsche Pressevertriebssystem zwischen den Marktpartnern Grosso und Verlagen nachhaltig für die Zukunft", schreibt G+J-Boss Buchholz in einer Pressemitteilung. Zugleich sichere das Grosso zu, dass "in nicht überzogener, aber gleichwohl relevanter Größenordnung Vertriebskosten der Verlage gesenkt werden können und sollen". Im Hinblick auf die Bonus-Regelung mahnt Buchholz ein "faires und gerechtes Verteilungsmodell im Sinne aller Verlage" an.

"Grosso-Vorschlag ist intelligent und nachhaltig"

Auch "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser hat unterdessen die Vereinbarung gelobt: Das Presse-Grosso habe "einen ausgezeichneten Vorschlag gemacht, der intelligent und nachhaltig ist": "Intelligent, weil er die Verlage fortan an ihrem jeweiligen mit dem Grosso getätigten Umsatz zusätzlich mit einem Bonus beteilligt und nachhaltig, weil das Jahr 2010 als Basisgröße für alle folgenden Jahre gewählt wird".

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