ZDF-Chefredakteur Frey über Talk-Flut im Ersten: "Waghalsig und kein Schritt in die Zukunft"

04.01.2011
 

ZDF-Chefredakteur Peter Frey steht der Talkshow-Flut beim Konkurrenten ARD skeptisch gegenüber. "Es besteht das Risiko der Kannibalisierung. Ich glaube nicht, dass sich Günther Jauch und Frank Plasberg auf eine friedliche Koexistenz verständigen", sagte Frey im Interview mit der "FAZ" (Dienstagsausgabe). An fünf Abenden auf Talkshows zu setzen, die "mit den ältesten Zuschauerdurchschnitt" haben, hält Frey für "waghalsig und kein Schritt in die Zukunft".

ZDF-Chefredakteur Peter Frey steht der Talkshow-Flut beim Konkurrenten ARD skeptisch gegenüber. "Es besteht das Risiko der Kannibalisierung. Ich glaube nicht, dass sich Günther Jauch und Frank Plasberg auf eine friedliche Koexistenz verständigen", sagte Frey im Interview mit der "FAZ" (Dienstagsausgabe). An fünf Abenden auf Talkshows zu setzen, die "mit den ältesten Zuschauerdurchschnitt" haben, hält Frey für "waghalsig und kein Schritt in die Zukunft".

Beim ZDF setzt man allein auf Maybrit Illner und versuche, durch die Gästewahl zu punkten. Frey sieht einen Fehler darin, stets die selben Leute einzuladen: "Talkshows bleiben spannend, aber nicht, wenn man mittwochs das Gefühl hat, das Gleiche am Sonntag schon gesehen zu haben."

Mit Informationssendungen am Sonntagvorabend sowie am Dienstag- und Mittwochabend will sich Frey gegen die "geballte Unterhaltung bei ARD und RTL behaupten". Am Dienstagabend könnte es ein neues Format im Sinne von "Terra X" geben, sagte Frey der "FAZ".

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