ZDF-Verwaltungsrat: Roland Koch zieht sich zurück

23.01.2011
 

Roland Koch verlässt den ZDF-Verwaltungsrat. Der ehemalige hessische Ministerpräsident hat das Gremium am Freitag über sein Ausscheiden zum 31. März 2011 informiert. Koch verwies dabei auf seine künftige Aufgabe in der Privatwirtschaft.

Roland Koch verlässt den ZDF-Verwaltungsrat. Der ehemalige hessische Ministerpräsident hat das Gremium am Freitag über sein Ausscheiden zum 31. März 2011 informiert. Koch verwies dabei auf seine künftige Aufgabe in der Privatwirtschaft.

Der Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrates, Ministerpräsident Kurt Beck, dankte Koch für seine langjährige Mitarbeit im Gremium. Roland Koch gehörte dem ZDF-Verwaltungsrat seit 2002 an, seit 2007 war er sein Stellvertretender Vorsitzender.

Koch tritt zum 1. März zunächst als Vorstandsmitglied in die Dienste von Bilfinger Berger, ab 1. Juli zeichnet er bei dem Baukonzern als Vorstandschef.

Hintergrund: Im November 2009 hatte sich der ZDF-Verwaltungsrat auf Betreiben Roland Kochs gegen die Vertragsverlängerung von ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brenders Vertrag entschieden (kress.de vom 27. November 2009). Danach flammte eine öffentliche Diskussion über den Einfluss der Parteien auf ZDF und ARD auf.

Der ZDF-Verwaltungsrat ist eine Kontrollinstanz des Senders, die die Tätigkeiten des Intendanten insbesondere in Haushaltsfragen überwacht. Das Gremium besteht aus 14 Mitgliedern, fünf Vertreter stellen die Bundesländer und ein Vertreter der Bund. Weitere acht Mitglieder werden vom ZDF-Fernsehrat gewählt und dürfen keiner Regierung oder gesetzgebenden Körperschaft angehören.

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