Lokaljournalistenforum der BpB mit Lukas Kircher: "Einchecken ins Hyperlokale"

 

Am Mittwochnachmittag startet das Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) in Waiblingen. Thema: "Die neue Architektur des Lokaljournalismus". Als Referent wird am Freitag auch der Designer Lukas Kircher (Foto) von der Agentur KircherBurkhardt sprechen. In einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" sagt er vorab: Regionalverlage müssen "systematisch überprüfen, was 'Lokal' heute überhaupt bedeutet".

Am Mittwochnachmittag startet das Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) in Waiblingen. Thema: "Die neue Architektur des Lokaljournalismus". Als Referent wird am Freitag auch der Designer Lukas Kircher (Foto) von der Agentur KircherBurkhardt sprechen. In einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" sagt er vorab: Regionalverlage müssen "systematisch überprüfen, was 'Lokal' heute überhaupt bedeutet".

Kircher beantwortet die Frage selber: Es bedeute "Nähe der Themen am Menschen", aber nicht allein im geografischen Sinne. Inhaltliche Relevanz müsse systematisch gemessen werden.

Kircher sieht viele Möglichkeiten für den lokalen Journalismus in der digitalen Welt: "Mobiles Internet nutzen zum Einchecken ins Hyperlokale für Leser, Location-basierte Nachrichten, Kiez-Updates über Push. Einkaufen, Couponing über soziale Netzwerke wie Facebook Places, eine App der Lokalredaktion als Vertriebsplattform für lokale Geschäftsangebote und Dienstleistungen."

Da die Zahl der Zeitungsleser nach Ansicht von Kircher nicht steigen wird, müsse das Ziel lauten, den Umsatz pro Kunde zu erhöhen. Nicht nur mit Inhalten, auch mit Marketing und Technik müsse experimentiert werden: "Es gilt den ganzen Verlag neu zu erfinden, nicht nur das eine oder andere Produkt."

Das Interview mit Kircher im "Stadt-Anzeiger" führte Vize-Chefredakteur Lutz Feierabend.

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