Facebook startet "Deals" in Deutschland

Facebook hat "Deals" über den großen Teich geholt: Der Rabattdienst ging am Montag hierzulande unter dem Namen "Facebook Angebote" an den Start, parallel dazu auch in vier weiteren europäischen Ländern. Prinzip: Wer via "Places" bei lokalen Anbietern, Restaurants und Einzelhändlern eincheckt, erhält ein Goodie aufs Haus.

Verfügbare Angebote werden bei "Facebook Places" innerhalb der iPhone- oder Android-App mit einem kleinen gelben Zettel angezeigt. Nutzer können sie zudem unter facebook.com/deals abrufen. Facebook bietet "Deals" seit November in den USA an, neben Deutschland gibt es den Dienst auch in UK, Frankreich, Italien und Spanien.

In Deutschland spielen zunächst sieben Partner mit: die Kleider-Kette Benetton, der Kinobetreiber Cinemaxx, Douglas, Esprit, der FC Bayern München, der Elektronik-Shop Gravis sowie die Pizza-Pasta-Kette Vapiano.

Vier Optionen zeichnen Deals aus: Der Dienst liefert zum einen Coupons à la "Buy one, get one free", die an der Kasse eingelöst werden - hierzulande vergleichbar mit Coupies. So spendiert zum Beispiel Cinemaxx 10.000 Kinogängern je eine Tüte Popcorn, im Gravis-Store können Kunden eines von 10.000 "Sims-3"-Spielen abstauben und der FC Bayern rückt einen Fan-Schal raus, für jeden, der beim Heimspiel gegen Hoffenheim am 12. Februar in der Allianz-Arena eincheckt.

Für andere Deals dagegen gilt das Groupon-Prinzip. Schnäppchenjäger sollen im Team anreisen und sich bestenfalls vorher viral abstimmen, um das Angebot bekannt zu machen. Vapiano etwa lässt in der ersten Februarwoche kostenlos Bruschetta und Prosecco springen - allerdings nur, wenn die Gäste mindestens zu viert kommen.

Zum dritten verwendet Deals auch das "Bürgermeister"-Prinzip, bekannt von Foursquare. Es belohnt häufige Besuche beim selben Anbieter, nach dem Motto: Wer seinen Kaffee ständig im selben Laden schlürft, bekommt letztlich einen gratis. Ähnlich verfahren auch Treuepunkte-Anbieter wie Payback. Die vierte Variante: Via "Facebook Angebote" spenden Unternehmen pro Check-In für einen guten Zweck. Bei Esprit etwa gehen fünf Euro pro Kunde an SOS Kinderdörfer.

"Deals ist ein Mix aus Foursquare und Groupon"

Vorreiter Groupon, wo Gutscheine zu stark ermäßigten Preisen erst via Web vertickt und später eingelöst werden, greift Facebook damit nicht direkt an. "Facebook Angebote" wendet sich zunächst an Kunden, die via Smartphone kurzentschlossen Rabatte vor Ort abgreifen wollen. Letztlich konvergieren die Geschäftsmodelle allerdings und knapsen an den selben Marketingbudgets.

"Deals ist eine Kombination aus Foursquare und Groupon", so eine Analystin gegenüber dem britischen "Telegraph". Das Unternehmen mache den ersten großen Schritt ins Geschäft mit Rabatten, mobiler und ortsbasierter Werbung.

Letzterer bereitete vor allem Groupon im Internet den Weg. Der Dienst soll mittlerweile 15 Mrd Dollar wert sein und hat zuletzt ein 6-Mrd-Kaufangebot von Google ausgeschlagen. Google will nun über einen eigenen Dienst namens Google Offers (kress.de vom 21. Januar 2011) den Fuß in die Tür bekommen - wie sooft in jüngster Zeit, sind andere aber schon drin.

31.01.2011
Ihre Kommentare
Kopf

Benjamin

31.01.2011
!

kann ich "20 Rabatt in meine Lieblingsrestaurant" erhalten?


man man man ... hätte das nicht eine deutsche Sprecherin machen können?


Ich

31.01.2011
!

Ganze Sätze, die auch noch Sinn ergeben, wären nicht schlecht gewesen...
"Schnäppchenjäger im Team anreisen und stimmen sich bestenfalls vorher viral ab, um das Angebot bekannt zu machen."


Nico Kunkel

Nico Kunkel

Johann Oberauer GmbH / PR Report
Chefredakteur

31.01.2011
!

@Ich: Unbedingt... Danke.


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