Musik-Streaming: Russen investieren 100 Mio in Spotify

21.02.2011
 

Die russische Investment-Firma DST soll rund 100 Mio US-Dollar in den europäischen Musik-Streaming-Dienst Spotify investieren. Die Russen stünden kurz davor, den Deal in trockene Tücher zu bringen, berichtet "Techcrunch". Das Investment würde Spotify mit rund 1 Mrd Dollar bewerten.

Die russische Investment-Firma DST soll rund 100 Mio US-Dollar in den europäischen Musik-Streaming-Dienst Spotify investieren. Die Russen stünden kurz davor, den Deal in trockene Tücher zu bringen, berichtet "Techcrunch". Das Investment würde Spotify mit rund 1 Mrd Dollar bewerten.

Spotify ist bislang nur in Europa aktiv, bereitet seit langem aber den Eintritt in den US-Markt vor. Geschäftsprinzip: Statt Songs als Download zu verkaufen, werden die Titel über die Spotify-App nur gestreamt. Anders als bei Radio-Anwenunden wie Pandora (nur in USA) oder Last.fm können konkrete Titel und Alben direkt abgerufen werden.

Für den Premium-Service wird eine monatliche Gebühr fällig. Jüngst bereitet Apple den Musik-Streamern Sorgen, weil sich der iPhone-Hersteller bei deren Geschäftsmodell dazwischen schaltet und 30% abkassieren möchte - ähnlich wie bei Verlagsprodukten. Da die Margen der Musik-Streaming-Services (laut "Techcrunch") das nicht hergäben, komme die neue Apple-Auflage einer Verbannung vom iPhone gleich.

Spotify ist allerdings auch via Android, Windows Phone, Symbian, Palm und via Mobil-Seite abrufbar. In Deutschland ist der Dienst noch nicht verfügbar. Hierzulande bietet simfy einen ähnlichen Service an, das im Herbst vergangenen Jahres die Holtzbrinck-Tochter steereo geschluckt hat (kress.de vom 11. Oktober 2010).

Investor DST steckt als Investor bereits hinter großen amerikanischen Digital-Dingern wie Groupon, Zynga und Facebook.

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