Nach Ausflug zu Apple wieder bei Bertelsmann: BMG ernennt Steven Moran zum COO

 

Die Bertelsmann-Tochter BMG hat Steven Moran als Chief Operating Officer (COO) verpflichtet. Vom Berliner Sitz des Musikrechtehändlers soll er in der neugeschaffenen Funktion weltweit das operative Geschäft sowie technische und strukturelle Fragen verantworten. Zudem wird er die Personalabteilung leiten.

Die Bertelsmann-Tochter BMG hat Steven Moran als Chief Operating Officer (COO) verpflichtet. Vom Berliner Sitz des Musikrechtehändlers soll er in der neugeschaffenen Funktion weltweit das operative Geschäft sowie technische und strukturelle Fragen verantworten. Zudem wird er die Personalabteilung leiten.

Moran wirkte mehr als 10 Jahre bei Bertelsmann in verschiendenen Funktionen, ehe er 2005 zu Apple in das europäische Gründungsteam für dessen Musikplattform iTunes wechselte. 2007 kehrte er zu Bertelsmann zurück, wo er zuletzt mit der Expansion des Konzerns nach China und Indien beschäftigt war.

Kürzlich hat Thomas Rabe, Finanzchef von Bertelsmann, das Ziel formuliert, er wolle zusammen mit dem Partner KKR die BMG zu "einem der größten und bestgeführten Musikrechteunternehmen der Welt" machen. Die BMG sei "auf gutem Weg, diese Visioon Wirklichkeit werden zu lassen". Rabe verantwortet im Bertelsmann-Vorstand das Musikgeschäft.

Rabe will nicht ausschließen, dass das Musikgeschäft bald wieder ein eigener Unternehmensbereich neben den anderen Konzerntöchtern RTL Group, Gruner + Jahr, Random House, Arvato und Direct Group werden könnte. Nach seiner Überzeugung habe die BMG "alle Anlagen, zu einem wichtigen Geschäft für Bertelsmann zu werden". Schließlich agiere sie in einem Wachstumsmarkt, wachse selbst "rasant" und habe ein "erprobtes digitales Geschäftsmodell". Zwar verfolge die BMG einen auf mehrere Jahre ausgelegten Plan. "Doch die Dinge können sich beschleunigen, wenn sich die entsprechenden Chancen am Markt ergeben", spielt Rabe auf einen potenziellen größeren Zukauf an. Rabe soll bereits ein Auge auf den Musikrechtekatalog des angeschlagenen britischen Musikkonzerns EMI geworfen haben. Auch Warner Music steht zum Verkauf.

Die BMG bleibt von der Krise der Musikbranche verschont, weil sie selbst keine Musik produziert, sondern sich auf den Rechtehandel konzentriert. Diese Rechte an mittlerweile rund 300.000 Pop- und Rock-Titeln bündelt sie unter der Leitung von BMG-CEO Hartwig Masuch auf einer zentralen Plattform, um sie so möglichst effektiv zu vermarkten.

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