SWR-Fernsehen mit neuem Wochenschema: Klareres Profil gegen Quotenschwund

 

Der Südwestrundfunk (SWR) will sein TV-Programm unverwechselbarer machen, kündigte Intendant Peter Boudgoust am Mittwoch in Stuttgart an. Mit einem verlässlichen Sendeschema, einem frischen Erscheinungsbild, neuen Sendungen und stärkerer Konzentration auf regionale Themen wolle das SWR-Fernsehen sein Profil schärfen.

Der Südwestrundfunk (SWR) will sein TV-Programm unverwechselbarer machen, kündigte Intendant Peter Boudgoust am Mittwoch in Stuttgart an. Mit einem verlässlichen Sendeschema, einem frischen Erscheinungsbild, neuen Sendungen und stärkerer Konzentration auf regionale Themen wolle das SWR-Fernsehen sein Profil schärfen. Mehr als 30 Sendungen seien dazu schon überarbeitet worden.

Mit einer Dokuserie über Patchworkfamilien, Reportagen und Dokumentationen über das Bahnprojekt Stuttgart 21 oder dem 24-Stunden-Experiment "Weihnachten im Südwesten" wolle die Antstalt beweisen, dass "regional" nicht "provinziell" bedeute. Das gelte auch für große TV-Produktionen, die der SWR in diesem Jahr fürs Erste Programm der ARD besiteuere, so z.B. das erste große Fernsehporträt über Robert Bosch und den Spielfilm "Carl & Bertha". Im Mittelpunkt der Geschichte um die Erfindung und Durchsetzung des Motorwagens stehen Carl und Bertha Benz. Dieser Film läuft im Mai innerhalb der ARD-Themenwoche "Der mobile Mensch", für die der SWR die Federführung hat.  

Wichtig sei aber auch, die Programminhalte leicht auffindbar zu machen. Deshalb sei für den späteren Abend, wenn Zuschauer aus den nationalen Programmen verstärkt ins Landesprogramm schalten, ein verlässliches Wochenschema geschaffen worden mit Unterhaltung am Montag, Film am Dienstag, Dokumentation und Reportage am Mittwoch, Kultur am Donnerstag und Comedy und Kabarett am Freitag nach dem "Nachtcafé". Dieses klare Schema solle dafür sorgen, dass Sendungen gerade in der Fülle der digitalen Fernsehwelt leichter zu finden seien. Dazu gehöre auch die Zusammenführung der aktuellen Berichterstattung unter der Informations- Dachmarke "SWR Landesschau". Vom April an heißen die beiden Sendungen für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz "SWR Landesschau aktuell".

Der SWR-Intendant betonte, dass Erfolg für ein Fernsehprogramm nicht allein in Quoten gemessen werden könne. Allerdings darf Boudgoust die Reichweiten nicht außer Acht lassen, weil sonst die Legitimation für die Gebührengelder in Frage gestellt werden könnte. Nach einer kress-Auswertung ist das SWR-Fernsehen mittlerweile das schwächste unter den Dritten Programmen der ARD. In seinem Sendegebiet kam es 2010 in der Gesamtzuschauerschaft auf einen Marktanteil von 6,1%, das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Zum Vergleich: Spitzenreiter MDR kommt auf 8,7%, der NDR auf 7,4%. Unter den jüngeren Zuschauern (14 bis 49 Jahre) erreicht der SWR nur noch einen Marktanteil von 2,1%.

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rex hecht

23.02.2011
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Wenn der Schwäbische Tatort einen Ortsfremden Kommisar einsetzt, wie soll der Zuschauer sich dann wiederfinden?


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