Holtzbrinck-Regionalzeitungen: "Südkurier"-Belegschaft will eigenes Blatt übernehmen

 

Die Belegschaft des "Südkurier", Konstanz, will das Blatt selbst übernehmen, bevor jemand anderes zuschlägt. Das berichtet die "taz" am Freitag. Hintergrund: Der "Südkurier" gehört zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, und Verleger Stefan von Holtzbrinck ist dabei, sich von den Regionaltiteln zu trennen. Die Mitarbeiter in Konstanz fürchten aber, dass im Falle einer Übernahme durch ein anderes Verlagshaus Arbeitsplätze zur Disposition stehen.

Die Belegschaft des "Südkurier", Konstanz, will das Blatt selbst übernehmen, bevor jemand anderes zuschlägt. Das berichtet die "taz" am Freitag. Hintergrund: Der "Südkurier" gehört zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, und Verleger Stefan von Holtzbrinck ist dabei, sich von seinen Regionaltiteln zu trennen. Die Mitarbeiter in Konstanz fürchten aber, dass im Falle einer Übernahme durch ein anderes Verlagshaus Arbeitsplätze zur Disposition stehen.

Stefan von Holtzbrinck hat im vergangenen Jahr bereits die "Main-Post", Würzburg, verkauft (kress.de vom 20. Dezember 2010). Nach Vollzug sagte er in einem Interview, es gebe derzeit keine Gespräche über den Verkauf weiterer Regionalzeitungen des Hauses. Neben dem "Südkurier" gehört noch die Saarbrücker Zeitungsgruppe zu Holtzbrinck (u.a. "Saarbrücker Zeitung", "Lausitzer Rundschau"). Es ist in der Branche aber ein offenes Geheimnis, dass sich der Verleger über kurz oder lang von allen Regionalzeitungen trennen und stattdessen ins Internet- und ins Bildungsgeschäft investieren will. Der kressreport hat darüber in Ausgabe 2/2011 berichtet (hier geht es zur Einzelheftbestellung).

Laut "taz" führt "Südkurier"-Wirtschaftsressortleiter Peter Ludäscher im Auftrag der Belegschaft "erste Sondierungsgespräche" mit Banken über die Finanzierung eines Kaufs. Sie hätten ermutigende Signale gegeben. Selbst Geschäftsführer Rainer Wiesner soll Sympathie für das Projekt bekundet haben. Die Beteiligten in Konstanz wollen sich auf kress-Anfrage derzeit nicht in der Sache äußern.

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