RTL schlägt Sat.1 mit göttlichem Beistand und Pocher: "5 gegen Jauch" trotzt dem Abwärtstrend

 

Klosterschwestern im Kameralicht, ein großzügiger Quizonkel, der zum Finale auf die Hälfte seines schnöden Gewinns verzichtet, und alle spenden für den guten Zweck (Video): Eigentlich hatte der seriöse RTL-Senior fast alles richtig gemacht, doch zünden wollte "5 gegen Jauch" nach fast einjähriger Pause auch mit dem neuen Spielkonzept nicht. Mit 5,74 Mio Zuschauern war RTL zwar der Tagessieg sicher - und Sat.1 schnitt schlechter ab.

Klosterschwestern im Kameralicht, ein großzügiger Quizonkel, der zum Finale auf die Hälfte seines schnöden Gewinns verzichtet, und alle spenden für den guten Zweck (Video): Eigentlich hatte der seriöse RTL-Senior fast alles richtig gemacht, doch zünden wollte "5 gegen Jauch" nach fast einjähriger Pause auch mit dem neuen Spielkonzept nicht. Mit 5,74 Mio Zuschauern war RTL zwar der Tagessieg sicher - und Sat.1 schnitt schlechter ab. Doch Günther Jauchs Show mit Moderator Oliver Pocher landete wieder unter Senderschnitt.

Gegenüber der Vorjahresshow, die im März 2010 nur 5,20 Mio Gesamtzuschauer angelockt hatte, konnte sich die Hauptabendsendung mit dem erweiterten Quiz-Konzept nun steigern. Allerdings lag die reguläre "Wer wird Millionär?"-Sendung noch vor sieben Tagen bei 6,63 Mio Fans - und damit in einem anderen Flugkorridor.

Bei den Werberelevanten reichte es diesmal mit 2,15 Mio Jüngeren für den Tagessieg. Mit einem Marktanteil von 17,8% kann RTL aber nicht recht zufrieden sein, liegt er doch deutlich unter dem bisherigen Jahresschnitt von 20,5%.

Demütigend war die RTL-Show übrigens für Jauchs Adlatus Oliver Pocher. Der musste nicht nur hinnehmen, dass seinen ehemaliger und künftiger Sat.1-Kollege Harald Schmidt sich zum Krisen-PR-Agenten der Frustreihe "Die Oliver Pocher Show" aufgeschwungen hatte - und das bevorstehende Aus ausplauderte. Während Pocher später am Abend auf Sat.1 nur 620.000 jüngere Fans vorfand (9,2%), musste er bei RTL zur besten Sendezeit gute Mine zum altmodischen Treiben machen.

Überschaubares Quotenglück bei Sat.1

Avantgardistisch oder wenigstens irgendwie innovativ ging es natürlich auch bei Sat.1 nicht zu: In Ulla Kock am Brinks liebenswert tütteligen Geschicklichkeitsshow "Die perfekte Minute", die für künftige "Wetten, dass ..?"-Ausgaben Muster stehen dürfte, wurden Eier balanciert und Münzen in Sparschweindl geschlenzt - auch hier alles für den guten Zweck. Und weil es eine "Promi"-Ausgabe war, durften Schwergewichte wie Markus Maria Profitlich und der unvermeidliche Elton ran.

Die Ausbeute: Nur 2,87 Mio Gesamtzuschauer ließen sich unterhalten. Bei den Werberelevanten sah's deutlich besser aus: Dank 1,58 Mio Jüngerer lag der Zielgruppen-Schnitt bei 13,2% und damit 2,8 Prozentpunkte über dem derzeitigen Jahreswert.

Direkt hinter dem Bällchen- bzw. Pingpong-Ballsender landeten die Kollegen von ProSieben, die die x-te Wiederholung von "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung" ins Rennen geschickt hatten, Sat.1 aber nicht gefährlich wurden. Immerhin 1,41 Mio jüngere Zuschauer sorgten hier für einen überdurchschnittlichen Marktanteil von 12,1%.

Angesichts der etwas betulichen Hauptabendkonkurrenz durch die Privaten tat sich die öffentlich-rechtliche Unterhaltungsware schwerer als sonst: Die eigentlich pfiffige ARD-Komödie "Für immer 30" mit Felix Eitner fand diesmal nur 3,21 Mio Gesamtzuschauer und blieb weit unter Senderschnitt. Bei den Werberelevanten interessierten sich immerhin 1,06 Mio für den Klamauk aus dem Werber-Milieu (8,9%).

Reichweitentechnisch deutlich besser lief's für die ZDF-Kollegen: Hier fand "Der Kriminalist" immerhin 4,98 Mio Gesamtzuschauer, darunter aber nur 940.000 Jüngere (7,4%).

Unterm Strich siegte RTL mit einem Zielgruppen-Tagesmarktanteil von 19,5%, vor Sat.1 (11,5%) und ProSieben (10,9%).

Ihre Kommentare
Kopf

Hannes Witlaf

27.02.2011
!

Vielleicht liegt es ja auch nur daran, dass niemand so wirklich Oliver Pocher sehen mag. Weder bei SAT.1 noch eben bei RTL. Es sollte sich alsbald jemand finden der Herrn Pocher deutlich zu verstehen gibt, dass seine Zeit schlichtweg vorbei ist.


Lemmen

05.03.2011
!

Nach wie vor ist Pocher fehl am Platz!


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