"GZSZ" rettet die RTL-Abendbilanz: Jauch und Geissen unter Senderschnitt

 

Unschöner Wochenausklang für den Marktführer: Sowohl Günther Jauchs "Wer wird Millionär?" (Marktanteil: 16,8%) als auch die neue Staffel von "Die ultimative Chart Show" mit Oliver Geissen (Foto, 17,0%) ließen das Werbepublikum kalt. Zum Vergleich: Der RTL-Februarschnitt lag bei 19,5%. Wie wichtig, dass der Vorabend-Dauerbrenner "GZSZ" ein Ausnahme-Hoch erlebte. 2,36 Mio jüngere Fans ließen den Marktanteil auf 24,0% hochschnellen (Vorwoche: 18,7%).

Unschöner Wochenausklang für den Marktführer: Sowohl Günther Jauchs "Wer wird Millionär?" (Marktanteil: 16,8%) als auch die neue Staffel von "Die ultimative Chart Show" mit Oliver Geissen (Foto, 17,0%) ließen das Werbepublikum kalt. Zum Vergleich: Der RTL-Februarschnitt lag bei 19,5%. Wie wichtig, dass der Vorabend-Dauerbrenner "GZSZ" ein Ausnahme-Hoch erlebte. 2,36 Mio jüngere Fans ließen den Marktanteil auf 24,0% hochschnellen (Vorwoche: 18,7%).

Das etwas abgenudelte Pop-Ranking, dem RTL sechs neue Folgen gönnen will, hatte gehofft, mit Synthie-Hits im "Hurts"- oder "The Killers"-Umfeld punkten zu können. Die Rechnung ging nicht recht auf: Mit nur 1,76 Mio Jüngeren kann Oliver Geissen nicht recht glücklich sein, mit den lediglich 2,49 Mio Gesamtzuschauern sowieso nicht.

Nur die Quote zählt? Kai Pflaume floppt am Freitag

Nostalgisch erfolgreich erwies sich dagegen auch in der zweiten neuen Folge die Sat.1-Spieleshow "Die perfekte Minute", die zwar erst im Vorjahr erfunden wurde, aber eigentlich auch aus der Synhie-Pop-Ära stammen könnte: Diesmal lockte Ulla Kock am Brink mit 3,03 Mio sogar 160.000 Gesamtzuschauer mehr als beim Staffelstart vor sieben Tagen an. Die 1,52 Mio Werberelevanten waren diesmal für einen soliden Schnitt von 12,8% gut (Vorwoche: 13,2%). Zappenduster wurde es erst spät - und zwar wie üblich für "Die Oliver Pocher Show" (Marktanteil: 7,7%). "Pastewka" (11,7%) und "Ladykracher" (11,3%) schlugen sich achtbar.

Nichts gebracht hat die Verlegung der vermutlich letzten "Nur die Liebe zählt"-Staffel auf den Freitagstermin: Der mittlerweile zur ARD entfleuchte Herz-Schmerz-Moderator Kai Pflaume konnte um 19:00 Uhr für den Sat.1-Klassiker nur 660.000 Werberelevante erwärmen. Der Marktanteil lag bei tristen 7,8%. Auch beim Gesamtpublikum war kein Blumentopf zu gewinnen: 1,68 Mio Zuschauer ab drei Jahren ließen den Gesamt-Schnitt bei mickrigen 6,8% verharren.

Die Herzen der jüngeren Fans auf Trab hielt auch der Schwestersender ProSieben: Hier ließ die turnusgemäße Wiederholung von "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger" immerhin 1,41 Mio Werberelevante zum Laserschwert greifen (12,2%). Einen noch höheren Marktanteil von 12,7% erzielte im Anschluss der krude Sci-Fi-Murks "Starship Troopers 3: Marauder", mit dem sich noch 890.000 Jüngere den TV-Abend versüßten.

Zurück in die Klassiker-Zukunft: RTL II im Quoten-Glück

Dass man mit überdrehtem Technik-Trash nie ganz falsch liegt, bekam vor allem RTL II zu spüren: Hier sorgte der nostalgische Sci-Fi-Trip "Zurück in die Zukunft" mit einem unwiderstehlichen Michael J. Fox aus der Ära vor dem "Goldene Kamera"-Lebenswerkpreis für Quotensprünge: Weil 1,01 Mio jüngere Fans ihre wohlige Erinnerung an den 85er-Klassiker mal wieder auffrischen lassen wollten, klingelte beim Zweitligisten der Jackpot (Marktanteil: 8,6%, Februar-Schnitt RTL II: 5,5%).

Das ZDF hatte mit "Der Kriminalist" (Marktanteil: 7,9% bei den Werberelevanten) wenig, Vox mit "CSI: NY" (7,0%) und kabel eins mit "Castle" (6,4%) im Vergleich dazu kaum etwas zu melden.

Bei den Gesamtreichweiten braute sich der Faschingsfuror zusammen: Der ARD-Klassiker "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht", der das Konservative bereits im Titel trägt, holte mit 6,46 Mio Zuschauern den Tagessieg. Nur 610.000 14- bis 49-Jährige wollten mitschunkeln (5,1%).

In der Tageswertung siegt RTL mit einem jüngeren Marktanteil von 19,7%, vor ProSieben (11,6%) und Sat.1 (10,8%).

Ihre Kommentare
Kopf

Volker Axel von Juterzenka

05.03.2011
!

Was mir heutzutage angesichts des denographischen Wandels nicht mehr erklärlich ist, warum wird nicht ine neue Zielgruppe kaufkräftiger Zuschauer definiert, Alterstechnisch - z.B. 35 Jahre bis 70 Jahre, die mit Sicherheit für die heutigen Anbieter von Produkten im Hinblick auf Ihre Kaufkraft die interessanteste Gruppe darstellen würde.
Betrachten Sie dies bitte als Diskussionsvorschlag und ich freue mich sehr auf Ihren RESPOND.
MIT HERZLICHEN GRÜßEN vOLKER AXEL VON JUTERZENKA


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Inhalt konnte nicht geladen werden.