Sat.1 bläst zur Serien-Offensive: Traum-Comeback für "Der letzte Bulle" und "Danni Lowinski"

 

Es ging tatsächlich um die Wurst - und "Danni Lowinski" hat sich perfekt durchgebissen: 3,76 Mio Zuschauer, darunter 2,13 Mio 14- bis 49-Jährige, verhalfen der Sat.1-Vorzeigetussi Annette Frier zu einem Zielgruppen-Marktanteil von 15,5%. Und damit lag die kesse Anwaltsserie sogar 0,3 Prozentpunkte über dem Schnitt der ersten Staffel. Auch der Ruhrpott-Sheriff Henning Baum aka "Der letzte Bulle" galoppierte mit 15,3% ins Ziel.

Es ging tatsächlich um die Wurst - und "Danni Lowinski" hat sich perfekt durchgebissen: 3,76 Mio Zuschauer, darunter 2,13 Mio 14- bis 49-Jährige, verhalfen der Sat.1-Vorzeigetussi Annette Frier zu einem Zielgruppen-Marktanteil von 15,5%. Und damit lag die kesse Anwaltsserie sogar 0,3 Prozentpunkte über dem Schnitt der ersten Staffel. Auch der Ruhrpott-Sheriff Henning Baum aka "Der letzte Bulle" galoppierte mit 15,3% ins Ziel. 

Nach einem Cliffhanger-Kuss mit seiner Psychotante Tanja Haffner (Proschat Madani) ging's für Raubein Brisko (Baum) wieder mitten hinein ins Krimi-Kuddelmuddel mit dem ruppigen Retrocharme. Seinen Fall, der in einem Westerndorf im Pott angesiedel war, löste er mit Fäusten, Brechstange und gelegentlich ein wenig Stur-Köpfchen. Die 2,11 Mio jüngeren Fans dankten das Wiedersehen: Der Durchschnittswert der ersten Staffel lag nämlich "nur" bei 13,6%. 

"Danni Lowinski" hatte eine vergleichsweise schlichten Fall von herzerwärmenden Mundraub zu lösen, der allen Boulevard-Blatt-Lesern recht vertraut vorkommen dürfte. Dennoch passte auch hier der Mix aus prolliger Derbheit (der versoffene Serien-Papa hängt mit akuten "Flotter Otto"-Sorgen über der Schüssel) und selbstbewusstem Ärmel-hoch-Brust-raus-Charme. Selbst der bajuwarische Neuzugang Sebastian Bezzel passt gut ins etwas angeranzte Kölner Kaufhaus.

Reichweitentechnisch konnten "Bulle" (4,09 Mio Zuschauer ab drei Jahren) und "Lowinski" (3,76 Mio) nicht mit den Spitzenreitern mithalten. Hier verteidigte der RTL-Platzhirsch "Wer wird Millionär?" (Tagessieg mit 6,57 Mio Gesamtzuschauern) erfolgreich sein Revier.

Bei den Werberelevanten gingen wohl allerdings einige Günther-Jauch-Fans fremd: Mit nur 2,04 Mio 14- bis 49-Jährigen und einem mauen Marktanteil von nur 14,8% blieb sein Quiz weit unter dem aktuellen RTL-Schnitt. Auch "Rach - Der Restauranttester" blieb mit 2,27 Mio Jüngeren unter der Senderflughöhe (16,4%).

Für einen Ausgleich in der Werbe-Marktanteilsbilanz sorgten bei den Kölnern dagegen die starken Nachmittagsformate, darunter "Betrugsfälle" (27,1%), "Verdachtsfälle" (25,3%) und auch die Sonderausgabe der Japan-Nachrichten "RTL News Spezial" um 16:45 Uhr mit 23,5%.

Japan-Ängste hält die Nachrichtenmacher weiter auf Trab

Das große Zittern um die Reaktoren in Fukushima und anderswo beschwerte der ARD-"Tagesschau" um 20:00 Uhr 6,57 Mio Gesamtzuschauer, darunter 1,89 Mio Jüngere (15,8%). Der "ARD-Brennpunkt: Zur Katastrophe in Japan" nahm 4,14 Mio Zuschauer, darunter 1,47 Mio 14- bis 49-Jährige (11,1%), in Beschlag. Die Sondersendung "Atom-GAU in Japan" wollten dann noch 3,59 Mio Ratsuchende, darunter 1,27 Mio Jüngere (8,9%), sehen.

Im ZDF hatte schließlich Regisseur Thomas Berger den kruden Einfall, für den Krimi "Schandmal - Der Tote im Berg" aus dem Ost-Berliner "Im Angesicht des Verbrechens"-Star Max Riemelt einen Garmischer Bergsport-Polizisten zu machen, worüber sich 5,64 Mio Gesamtzuschauer, aber nur 930.000 Werberelevante (6,7%), wunderten.

Bei den Tagesmarktanteilen der Werberelevanten siegte RTL mit 17,7%. Sat.1 erzielte erfreuliche 11,6%, ProSieben nur 9,5%.

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