Hauptinvestor Burda greift ein: Bei Sevenload gehen rund 20 Leute

15.03.2011
 

Nach der Übernahme des Video-Portals Sevenload strafft der neue Mehrheitseigner Burda die Struktur: Rund 20 der 70 Mitarbeiter müssen gehen, darunter offenbar Technikchef Jodok Batlogg, der im Oktober von den VZs wechselte, und Pressesprecher Mike Schnoor - sein Telefon-Anschluss ist mittlerweile tot.

Nach der Übernahme des Video-Portals Sevenload strafft der neue Mehrheitseigner Burda die Struktur: Rund 20 der 70 Mitarbeiter müssen gehen, darunter offenbar Technikchef Jodok Batlogg, der im Oktober von den VZs wechselte, und Pressesprecher Mike Schnoor - sein Telefon-Anschluss ist mittlerweile tot.

Wer in Zukunft die Technik leiten soll bzw. für die Presse als Ansprechpartner fungiert, ist noch unklar. Laut seinem Twitter-Profil sucht zumindest Schnoor, bislang nebenamtlich auch Unit-Leiter im BVDW, bereits offensiv nach neuen Aufgaben.

"Die Videoplattform sevenload wird kurz- und mittelfristig ihren strategischen Schwerpunkt auf das profitable Wachstum im deutschsprachigen Raum als Kernmarkt des Unternehmens legen", heißt es in einem Statement von Sevenload, das über die Burda-Kommunikation zugestellt wird. In Auslandsmärkten, wo es nicht gerade brummt, will man sich demnach in Zukunft zurückhalten.

Das Team um Geschäftsführer Andreas Heyden soll sich künftig um den Ausbau der Plattform in Deutschland und der Schweiz bemühen und wird von Burda dafür weiter finanziell bezuschusst. Allerdings dürfte Sevenload - nun rund 100 Tage nach der Übernahme - auf Positionen verzichten, bei denen der neue Mehrheitseigner unter die Arme greifen kann.

Im vergangenen Jahr hatte Sevenload noch im Rahmen eines Marken-Liftings und Umbau des Erlösmodells angekündigt, sich verstärkt international um Lizenzen zu kümmern, die über die Video-Plattform vermarktet werden sollen. In den USA baggerte seitdem der ehemalige Facebook- und Disney-Manager Richard Copperstein Inhalte-Produzenten an.

Neben der Burda-Tochter DLD Ventures, die direkt an Sevenload beteiligt ist, hält Sevenload-Geschäftsführer und Gründer Axel Schmiegelow über seine Agenturgruppe denkwerk noch Anteile. Als Geschäftsführer hatte er die Internationalisierung von Sevenload vorangetrieben. Schmiegelow wechselte mit der Burda-Übernahme in den Sevenload-Aufsichtsrat. Zudem zogen die Burda-Manager Jörg Lübcke, Geschäftsführer Burda Digital, und DLD-Chef Marcel Reichart ins das Gremium ein (kress.de vom 15. Dezember 2010).

Die Mitgründer Ibrahim Evsan und Thomas Bachem waren bereits im vergangenen Herbst ausgestiegen (kress.de vom 9. September 2010).

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