Dominik Graf gewinnt zum neunten Mal: Grimme-Preis für ARD-Russenmafia-Epos

 

Der Regisseur Dominik Graf darf sich auf seinen neunten Grimme-Preis freuen: Er bekommt ihn für die Regie der zehnteiligen Krimi-Serie "Im Angesicht des Verbrechens". Neun Beteiligte aus dem Produktionsteam für die Serie werden am 1. April in Marl ausgezeichnet.

Der Regisseur Dominik Graf darf sich auf seinen neunten Grimme-Preis freuen: Er bekommt ihn für die Regie der zehnteiligen Krimi-Serie "Im Angesicht des Verbrechens". Neun Beteiligte aus dem Produktionsteam für die Serie werden am 1. April in Marl ausgezeichnet.

Eine Auszeichnung bekommt auch der "Tatort: Nie wieder frei sein" (BR) als bewegender Film im Spannungsfeld von Selbstjustiz, individueller Schuld und gesellschaftlicher Konvention. In Christian Züberts Romanadaption "Neue Vahr Süd" (WDR/RB) beeindruckte die Jury neben der herausragenden Regiearbeit von Hermine Huntgeburth auch die schauspielerische Leistung von Frederick Lau. Ihren zweiten Grimme-Preis erhält Aelrun Goette für das Sozialdrama "Keine Angst" (WDR). Ausgezeichnet wird auch das Drama "In aller Stille" (BR).

In der Unterhaltung hat sich Doris Dörries erste TV-Produktion "Klimawechsel" (ZDF) gegen die Konkurrenz durchgesetzt, eine sechsteilige Serie über vier Frauen in den Wechseljahren. Der zweite Preis geht an "Krömer – Die internationale Show" (rbb). Der Comedian war bereits sechs Mal für den Grimme-Preis nominiert.

Wie bei der Fiktion gibt es auch in der Information & Kultur fünf Preise. In "Aghet – Ein Völkermord" (NDR) dokumentiert Eric Friedler die Geschichte des Genozids an den Armeniern. In "Iran Elections 2009" (WDR/arte) vergegenwärtigt Regisseur Ali Samadi Ahadi in multimedialer Kombination die Protestbewegung aus dem Sommer vor zwei Jahren. Die Produktion "Anwälte – Eine deutsche Geschichte"(WDR/NDR/rbb/arte) verbindet deutsche Zeitgeschichte mit der Lebensgeschichte der einstigen Weggefährten Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler. Andreas Dresen und Johannes Unger erhalten für "20x Brandenburg" (rbb) ebenfalls einen Grimme-Preis. Zwanzig Kurzepisoden geben Einblicke in das Bundesland Brandenburg. In "DDR Ahoi!" (MDR/NDR) dokumentiert Lutz Pehnert die Geschichte der DDR als Seefahrernation.

Der Sonderpreis Kultur des Landes NRW geht an "Schnitzeljagd im Heiligen Land" (Ki.Ka), eine vierteilige Reihe mit einer modern inszenierten Reise zu den Ursprüngen der drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam.

Den Publikumspreis der Marler Gruppe erhält "Zivilcourage" (WDR), ein Film von Dror Zahavi, in dem ein Alt-68er, gespielt von Götz George, sein eigenes Weltbild infrage stellen muss.

Mit dem Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst wird in diesem Jahr Robert Thalheim für "Am Ende kommen Touristen" (ZDF) ausgezeichnet.

Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes für herausragende Verdienste um das Fernsehen geht in diesem Jahr – wie bereits gemeldet – an den Entertainer und Moderator Thomas Gottschalk.

Die Preisverleihung findet am 1. April 2011 im Theater Marl statt. Sie wird ab 19 Uhr im Live-Stream auf www.3sat.de und zeitversetzt ab 22:25 Uhr auf 3sat übertragen. Durch die Preis-Gala führt in diesem Jahr Helmar Willi Weitzel, der im letzten Jahr selbst zu den Preisträgern zählte.

"Im Fernsehjahr 2010 gab es eine ganze Reihe von herausragenden Sendungen mit sehr unterschiedlichen Handschriften, beeindruckenden individuellen Leistungen und einer hohen professionellen Qualität", sagte Uwe Kammann, Direktor des Grimme-Instituts, anlässlich der Vorstellung der Preisträger.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.