Mehr Umsatz und schwarze Zahlen: G+J wieder auf "Vorkrisenniveau"

 

Bernd Buchholz, 49, Vorstandschef von Gruner + Jahr, hat bei der Jahrespressekonferenz seines Unternehmens am Donnerstag eine frohe Botschaft verkündet: G+J habe durch leichtes organisches Wachstum im Geschäftsjahr 2010 eine Umsatzsteigerung geschafft und zudem ein sehr gutes operatives Ergebnis über Vorkrisenniveau erreicht. Und während das Zeitschriftenhaus 2009 einen Fehlbetrag von 18 Mio Euro verbuchen musste, erzielte es 2010 einen Jahresüberschuss von 166 Mio Euro.

Bernd Buchholz, 49, Vorstandschef von Gruner + Jahr, hat bei der Jahrespressekonferenz seines Unternehmens am Donnerstag eine frohe Botschaft verkündet: G+J habe durch leichtes organisches Wachstum im Geschäftsjahr 2010 eine Umsatzsteigerung geschafft und zudem ein sehr gutes operatives Ergebnis über Vorkrisenniveau erreicht. Und während das Zeitschriftenhaus 2009 einen Fehlbetrag von 18 Mio Euro verbuchen musste (kress.de vom 25. März 2010), erzielte es 2010 einen Jahresüberschuss von 166 Mio Euro.

G+J führt die positive Entwicklung auf das Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise und "erfolgreich umgesetzte Strukturmaßnahmen sowie Investitionen in neue Geschäfte, Marken und Titel" zurück. Vor allem in Deutschland habe man die Marktposition gestärkt. Zur Erinnerung: Nach Beginn der Finanzkrise räumte Vorstandschef Buchholz Sonnendeck und Teile des Maschinenraums im Dickschiff G+J mit drastischen Mitteln: In Deutschland legte G+J z.B. die Redaktionen der Wirtschaftspresse zusammen und zentralisierte die Anzeigenvermarktung. Die Kosten dafür und Abschreibungen führten das Unternehmen 2009 in die roten Zahlen.

Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter

In Hamburg hatte Buchholz nun wieder gute Nachrichten im Gepäck: So sollen die G+J-Mitarbeiter in Deutschland, Frankreich, den USA und Österreich eine Gewinnbeteiligung in einer Gesamthöhe von gut 20 Mio Euro bekommen.

Die G+J-Zahlen für 2010 im Detail: Der Umsatz ist leicht um 1,6% auf 2,549 Mrd Euro gestiegen. Das operative Ergebnis vor Einmaleffekten machte einen Sprung von 203 auf 287 Mio Euro, und die Umsatzrendite ist von 8,1 auf 11,2% angewachsen. Das Ebit betrug 262 Mio Euro. Im Jahr zuvor hatte es - u.a. wegen einer Goodwill-Abschreibung in Spanien - nur 33 Mio Euro betragen.

Im sogenannten Markengeschäft war G+J bei den Anzeigen erfolgreich, vor allem in Deutschland und China: Der Umsatz damit stieg um 3% auf 731 Mio Euro. Die Vertriebserlöse gingen hingegen um 5% auf 705 Mio Euro zurück, wozu vor allem die nach wie vor schwierige Situation in Süd- und Südosteuropa beitrug. Der Gesamtumsatz des Markengeschäfts beläuft sich auf 1,785 Mrd Euro, das operative Ergebnis vor Einmaleffekten beträgt hier 215 Mio Euro, die Umsatzrendite 12,1%. Im Markengeschäft sind die Beteiligungen wie die "Sächsische Zeitung" in Dresden, anders als im Geschäftsbericht für 2009, nicht berücksichtigt.

Hier lesen Sie, was Bernd Buchholz im Interview mit dem kressreport gesagt hat.

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