Stellvertreter Oliver Jahn wird Nachfolger: Margit Mayer verlässt "AD"

 

Es ist ein kleines, dafür sehr feines Magazin und seine Chefredakteurin hat es über zehn Jahre lang mit unbedingtem Stilwillen geführt. Nun verlässt Margit J. Mayer, 51, das Architektur- und Wohndesign-Magazin "AD". Ihr Nachfolger wird Stellvertreter Oliver Jahn (Foto), 40. Mayer bleibe dem "Architectural Digest" als Consulting Editor verbunden, teilt der Verlag Condé Nast mit.

Es ist ein kleines, dafür sehr feines Magazin und seine Chefredakteurin hat es über zehn Jahre lang mit unbedingtem Stilwillen geführt. Nun verlässt Margit J. Mayer, 51, das Architektur- und Wohndesign-Magazin "AD". Ihr Nachfolger wird Stellvertreter Oliver Jahn (Foto), 40. Mayer bleibe dem "Architectural Digest" als Consulting Editor verbunden, teilt der Verlag Condé Nast mit.

Die Chefredakteurin verlässt das Magazin im Sommer, Jahn übernimmt zum 1. Juli. Er ist seit 2007 bei "AD" und war zuvor u.a. für das Kunstmagazin "Monopol" und den Suhrkamp Verlag tätig. "AD" meldete im vierten Quartal 2010 99.755 durchschnittlich verkaufte Exemplare. Davon wurden 18.590 im Abo und 21.785 im Einzelverkauf abgesetzt. Die "harte" Auflage ist also nicht besonders hoch. Maßgeblich ist bei diesem Titel - auch für Werbekunden - nicht unbedingt die Auflage, sondern die hochwertige Ausstattung des Magazins.

Mayer, die das Heft nicht nur geprägt, sondern geradezu gelebt hat, sieht nun einen guten Zeitpunkt gekommen, "etwas vollkommen Neues zu beginnen". Sie dankt Condé Nast "für die große gestalterische Freiheit und die Unterstützung". Eine glatte Redaktionsmanagerin war Mayer nie, Unverbindlichkeit nicht ihr Ding, Interviews entzog sie sich nach Kräften. 

Eine Rolle bei dem Wechsel an der Spitze dürfte auch gespielt haben, dass die Redaktion von "AD" im Sommer nach München an den Stammsitz von Condé Nast Deutschland zieht. 2007 hatte der Verlag in Berlin "Vanity Fair" gelauncht und Mayer hatte die Chance genutzt, ihre Redaktion ebenfalls in die Hauptstadt zu verlegen. Verlagschef Moritz von Laffert hatte Ende vergangenen Jahers das Kommando zur Rückkehr gegeben.  

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