Als "GQ"-Supplement und iPad-App: Condé Nast holt "Wired" nach Deutschland

 

Das Technologiemagazin "Wired" kommt nach Deutschland - allerdings quasi auf leisen Sohlen: Condé Nast wird es zunächst nur der Oktoberausgabe der Männerzeitschrift "GQ" als Supplement beiliegen und eine iPad-App herausbringen. Das kündigte Verlagsgeschäftsführer Moritz von Laffert an.

Das Technologiemagazin "Wired" kommt nach Deutschland - allerdings quasi auf leisen Sohlen: Condé Nast wird es zunächst nur der Oktoberausgabe der Männerzeitschrift "GQ" als Supplement beiliegen und eine iPad-App herausbringen. Das kündigte Verlagsgeschäftsführer Moritz von Laffert an. "Es ist ein Weg, um die Marke behutsam einzuführen und zu sehen, wie die Akzeptanz ist", sagte er im Gespräch mit "Horizont". Die weitere Frequenz des Titels lässt Condé Nast noch offen.

Das Supplement soll inhaltlich dem US-Vorbild entsprechen, die kostenpflichtige App hat laut Verlag "weiterführende digitale Inhalte und Features". Condé Nast plant für die deutsche Ausgabe sowohl die Übernahme von US-Inhalten als auch eigenständige Beiträge.

"Wired" wurde 1993 in San Francisco gegründet und gehört seit 1998 zu Condé Nast. Das Magazin will als "Gegenentwurf zu klassischen Computerzeitschriften" (Verlag) zeigen, wie neue Techniken Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und das menschliche Zusammenleben verändern. Chefredakteur der US-Ausgabe ist Chris Anderson, der Schöpfer der "Long-Tail"-Theorie.


"Für 'Vanity Fair' als Monatsheft gibt es einen Markt"

Von Laffert stellte im Interview mit "Horizont" darüber hinaus erneut den Start eines großen Printtitels in Aussicht, sobald die Rahmenbedingungen "perfekt" seien. Möglicherweise sei das erst 2012 der Fall. Der Condé-Nast-Chef sagte in diesem Zusammenhang auch, "Vanity Fair" könne in Deutschland eine zweite Chance bekommen: "Für 'Vanity Fair' als Monatsheft gibt es definitiv einen Markt."

Der erste Versuch, den Titel hierzulande zu etablieren, ist Anfang 2009 gescheitert (kress.de vom 18. Februar 2009). Damals hatte der Verlag sein Glück allerdings mit einer wöchentlichen Erscheinungsweise versucht. Hoffnungen auf eine Rückkehr des Titels im monatlichen Rhythmus hat von Laffert vor über einem Jahr schon einmal genährt (kress.de vom 17. März 2010).

Ihre Kommentare
Kopf
Ralf E. Hansen

Ralf E. Hansen

Medienconsulter
Consulter Medien & Entertainment

05.05.2011
!

ich warte gespannt auf eine neue Vanity Fair. Ich war 2008 bei den ersten Abonnenten dabei und werde es 2012 auch wieder sein.


Matthias Eckardt

Matthias Eckardt

Offen fur Neues im Medienbereich (München)
Freiberuflich: Dokumentenmanagement (Airbus DS)

05.05.2011
!

2008? Das erklärt so manches, denn schließlich betrat das Heft am 7.2.2007 die Bühne. ;-)


Michael Hörz

05.05.2011
!

Hmm, so richtig passt die Wired aber nicht zu GQ, genau genommen überhaupt nicht.

Zwar ist die Selbstbeschreibung von Wired als "Gegenentwurf zu klassischen Computerzeitschriften" zutreffend, aber die GQ ist kein Gegenentwurf zu irgendetwas, sondern ziemlich unmodern (wenn man von der Aufmachung absieht): ein Männermagazin vom alten Schlag, mit Autos, Uhren, Muskeln, Sex-Tipps, Nackerten etc.


Jürgen

05.05.2011
!

Sehr gute News. Auch ich war bei den Abonnenten der vanity fair dabei. Ein tolles Magazin! Und Wired habe ich auch schon einige teure Importe aus uk gelesen.


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