Chefwechsel bei Holtzbrinck Digital: Markus Schunk löst Johann Butting ab

08.05.2011
 

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat den Chef der Beteiligungstochter Holtzbrinck Digital gewechselt. Johann Butting ist nach einem Bericht der "FTD" nicht mehr im Amt. Butting hatte den Job erst vor rund einem halben Jahr übernommen. Seit Anfang Mai soll er für Holtzbrinck nun ein Entwicklungsprojekt in den USA betreuen, aber weiter Mitglied der Geschäftsführung sein. Sein Nachfolger bei Holtzbrinck Digital ist Markus Schunk, zugleich Prokurist der Verlagsgruppe.

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat den Chef der Beteiligungstochter Holtzbrinck Digital gewechselt. Johann Butting ist nach einem Bericht der "FTD" nicht mehr im Amt. Butting hatte den Job erst vor rund einem halben Jahr übernommen (kress.de vom 27. August 2011). Seit Anfang Mai soll er für Holtzbrinck nun ein Entwicklungsprojekt in den USA betreuen, aber weiter Mitglied der Geschäftsführung sein. Sein Nachfolger bei Holtzbrinck Digital ist den Angaben zufolge Markus Schunk, zugleich Prokurist der Verlagsgruppe. Schunk kündigt Umbauten an, ein Verkauf der VZ-Netzwerke soll nicht ausgeschlossen sein.

Der Hightech-Verband Bitkom hat jüngst eine Studie veröffentlicht, nach der sich fast die Hälfte (47%) der deutschen Internetnutzer bei Facebook tummelt, die VZ-Netzwerke müssen sich mit rund einem Drittel begnügen (27%) (kress.de vom 11. April 2011). Der neue Digitalchef Markus Schunk will hier gegensteuern: Die zentrale Herausforderung sei es, "die rückläufigen Nutzerzahlen auf einem hohen Niveau zu stabilisieren", so Schunk. 2010 sei der Umsatz der VZ-Gruppe um 90% auf über 30 Mio Euro gestiegen. 2011 werde sie profitabel sein.

Auch ein Ausstieg ist offenbar nicht ausgeschlossen: Trotz der verstärkten Wettbewerbssituation sehe man sich als VZ gut aufgestellt und prüfe aus dieser Situation heraus alle strategischen Optionen, sagt Schunk. "Zuversichtlich stimmen uns dabei die hohen Bewertungen, die wir im Markt sehen." Auch Kooperationen seien denkbar. Seit 1. April vermarkten die VZ-Netzwerke und die weitere Holtzbrinck-Tochter iq digital das soziale Netzwerk MySpace Deutschland (kress.de vom 16. März 2011). Weitere Partner sollen folgen .

Schunk kündigt an, auch das Geschäft um etablierte Angebote wie "Gutefrage.net" und "My-Hammer" herum auszubauen. Neben der Wissenscommunity und der Service-Plattform gehört auch die Dating-Site "Parship" zum bestehenden Digitalangebot.

Groß Kasse gemacht hat Holtzbrinck zuletzt im Digitalgeschäft mit Verkäufen von Minderheitsbeteiligungen: Kuchenstücke von Citydeal gingen an Groupon, für Anteile von Brands 4 Friends langte Ebay tief in die Kasse.

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