Meilenstein: Amazon verkauft mehr eBooks als gedruckte Bücher

20.05.2011
 

Der Internet-Händler Amazon verkauft in den USA mittlerweile mehr elektronische als gedruckte Bücher (Taschenbücher und Hardcover-Ausgaben zusammengerechnet). Auf 100 verkaufte gedruckte Bücher seien seit Anfang April 105 Exemplare für den eBook-Reader Kindle gekommen, so Firmengründer Jeff Bezos. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hätte sich der Absatz der eBooks verdreifacht.

Der Internet-Händler Amazon verkauft in den USA mittlerweile mehr elektronische als gedruckte Bücher (Taschenbücher und Hardcover-Ausgaben zusammengerechnet). Auf 100 verkaufte gedruckte Bücher seien seit Anfang April 105 Exemplare für den eBook-Reader Kindle gekommen, so Firmengründer Jeff Bezos. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hätte sich der Absatz der eBooks verdreifacht. Kostenlose eBooks, die Amazon auch zum Download bereithält, sind in dem Vergleich nicht berücksichtigt.

"Wir hatten große Erwartungen, dass das irgendwann passieren wird, konnten uns aber nicht vorstellen, dass das so schnell geht", erklärte Bezos . Immerhin verkaufe Amazon gedruckte Bücher seit 15 Jahren, Bücher für den Kindle gerade einmal seit vier Jahren.

Im Juli 2010 hatten die eBook-Verkäufe in den USA den Absatz von Hardcover-Ausgaben überholt, Anfang 2011 den Absatz von Taschenbüchern.

In Großbritannien, wo der Kindle Store vor neun Monaten gestartet ist, gehen die eBooks ebenfalls weg wie geschnitten Brot: Auf 100 verkaufte gedruckte Bücher (Hardcover) seien dort seit April dieses Jahres 242 Kindle-Bücher gekommen.

Amazon verkauft jetzt auch hierzulande digitale Bücher (kress.de vom 21. April 2011). Der Online-Händler hat Ende April einen deutschen Kindle-Store eröffnet. Rund 650.000 Titel standen zum Start in  den digitalen Regalen, darunter 25.000 deutschsprachige Bücher. Neben den eBooks gibt es dort auch Zeitungen wie das "Handelsblatt" oder die "Zeit". "Der Kindle-Store ist das wichtigste Ereignis für uns seit der Gründung von 'Amazon.de'", sagte Amazon.de-Geschäftsführer Ralf Kleber zum Launch gegenüber der "FAZ". In Amerika gibt es den Kindle Store schon seit vier Jahren, die Titelzahl liegt bei über 900.000.

Auch vom Amazon-eBook-Reader Kindle verbreitet Amazon Jubelmeldungen: Im Jahr 2011 seien bislang dreimal so viele Kindles verkauft worden wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dank entsprechender Apps können Nutzer die Kindle-Bücher aber auch auf Smartphones wie dem iPhone und Tablets wie dem iPad lesen. Einmal gekaufte eBooks sollen künftig auf allen anderen Endgeräten genutzt werden können, verspricht Amazon.

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