Gutschein-Portal "topdeals.de": Dirk Ströer verheiratet Groupon mit eBay

24.05.2011
 

Bewegung im Markt der Groupon-Portale: Medienunternehmer Dirk Ströer und sein Partner Jens Kunath bringen über ihre Hamburger aha.de Internet GmbH die Plattform "topdeals.de" an den Start. Neben der Groupon-Idee mischen Ströer und Kunath eine eBay-Komponente bei - die Gutscheine werden also nicht verkauft, sondern versteigert.

Bewegung im Markt der Groupon-Portale: Medienunternehmer Dirk Ströer und sein Partner Jens Kunath bringen über ihre Hamburger aha.de Internet GmbH die Plattform "topdeals.de" an den Start. Neben der Groupon-Idee mischen Ströer und Kunath eine eBay-Komponente bei - die Gutscheine werden also nicht verkauft, sondern versteigert.

"Groupon hat die nötige Aufklärungsarbeit geleistet und ist zum Beispiel für Neueröffnungen hervorragend geeignet, um den Laden vollzukriegen. Aber die wenigsten Unternehmen werden auf Dauer damit glücklich", sagte Ströer zur "FAZ".

Die Auktionen bei "topdeals.de" starten bei einem Euro, vor allem die Dienstleistungen von Hotels, Reiseveranstaltern und Freizeitangeboten stehen im Fokus, die so Restkontingente loswerden sollen - und dabei noch Geld verdienen. Zu den ersten Partner zählen das Reiseportal "weg.de" und der Abenteuer-Anbieter Jochen Schweitzer.

"Unsere Auktionen dauern zwischen 60 Sekunden und 24 Stunden. In diesem Format machen Auktionen wieder Sinn", sagte Ströer der "FAZ". Demnach behält seine Firma 25% Anteil an den Erlösen - weniger als Groupon. Ströer plant mit 100 Mio Umsatz in den kommenden drei Jahren, 2013 soll "topdeals.de" die schwarze Null erreichen.

Bis dahin muss investiert werden: Bis Ende 2013 wollen Ströer und Kunath rund 32 Mio Euro allein ins Marketing stecken. Fürs laufende Jahr veranschlagt Ströer 7 Mio. Ende Mai startet die erste Kampa in Online- und TV-Medien sowie - wie es sich für einen Ströer gehört - auf Plakaten. Der "FAZ" zufolge arbeiten bei aha etwa 50 Leute derzeit für "topdeals.de", 100 Vertriebler wollen die Internetunternehmer einstellen, die ab sofort insbesondere Hotels angehen und schnell ein Netz an Kooperationspartner aufbauen sollen.

Die aha.de Internet GmbH gehört Kunath und Ströers Media Ventures GmbH. Sie betreibt bisher Online-Portale für spitze Zielgruppen, darunter die Frauenseite "forher.de".

Paybacks Groupon-Pläne nehmen Formen an

Derweil werden auch die Groupon-Pläne vom Treuekarten-Primus Payback konkreter. Wie der "Kontakter" berichtet, soll das Angebot "Payback Deals" im dritten Quartal kommen. Payback wuchert bei potenziellen Kooperationspartnern offenbar mit dem großen Kundenstamm, rund 20 Mio Kontakte.

Bei "Payback Deals" für das die Firma derzeit Personal anheuert, sollen Gutschein-Käufer neben den Rabatten Payback-Punkte on top. Das Angebot soll zunächst in Großstädten starten, schreibt der "Kontakter". Verantwortlich zeichnet Michael Stephan, ehemals Co-Gründer des Münchner Gutschein-Portals "cooledeals.de", das mittlerweile zum lokalen Bewertungsportal Qype gehört. Stephan wechselte Anfang des Jahres zu Payback (kress.de vom 23. Februar 2011).

Auch Groupon selbst treibt sein Produkt voran, zuletzt mit dem neuen Angebot Groupon Now, das allerdings bislang nur in den USA aktiv ist (kress.de vom 11. Mai 2011). Weiterer Player im deutschen Markt ist DailyDeal (kress.de vom 7. April 2011), nebst diversen Verlagsangeboten (kress.de vom 14. März 2011).

Ihre Kommentare
Kopf

Ralf Fuhrmann

01.06.2011
!

Ingesamt macht die Plattform einen recht eigenwilligen Eindruck.
So lassen sich wohl nur Mail-Adressen von web.de, yahoo.de und ähnlichen registrieren (lt. Info des Supports).
Bei anderen Mail-Providern gäbe es Probleme mit dem Versand ??? (ist mir in 10 Jahren als Programmierer von Online-Portalen noch nicht untergkommen).

Funktionieren tut leider nur die Hälfte der angepriesenen Funktionen.
So läßt sich im Portal noch nicht einmal nachvollziehen was bereits bezahlt wurde und was nicht.


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