Wichtiger Teil des Twitter-Ökosystems: Burda kauft sich bei Ubermedia ein

02.06.2011
 

Burda Digital hat sich über seine internationale Investmentgesellschaft DLD-Ventures bei Ubermedia eingekauft, einem Entwickler von populären Twitter-Apps. 5,6 Mio Dollar soll Burda investiert haben; wie groß das Kuchenstück war, ist unklar. Für Medienhäuser sei es relevant, das Twitter-Ökosystem und die dortige Dynamik zu verstehen, kommentierte DLD-Ventures-Geschäftsführer Marcel Reichart gegenüber der "FAZ" den Deal.

Burda Digital hat sich über seine internationale Investmentgesellschaft DLD-Ventures bei Ubermedia eingekauft, einem Entwickler von populären Twitter-Apps. 5,6 Mio Dollar soll Burda investiert haben; wie groß das Kuchenstück war, ist unklar. Für Medienhäuser sei es relevant, das Twitter-Ökosystem und die dortige Dynamik zu verstehen, kommentierte DLD-Ventures-Geschäftsführer Marcel Reichart gegenüber der "FAZ" den Deal.

Ubermedia ist mit Apps wie UberSocial, Echofon oder Twidroyd ein wichtiger Teil des Twitter-Ökosysystems. Die Hilfsprogramme (5 Mio Nutzer) sollen rund 13% des Twitter-Datenverkehrs abwickeln.

Mit Ubermedia versucht der Internet-Unternehmer Bill Gross im Umfeld der Twitter-Mitteilungen Werbung zu schalten. Geld verdienen will allerdings auch Twitter selbst.

Im Februar dieses Jahres hatte Twitter die oben genannten Ubermedia-Clients blockiert. Als Grund nannte der Mikroblogging-Dienst Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen und das Markenrecht. Auch beim Übernahmekampf um einen der meistgenutzten Twitter-Clients, TweetDeck, zeigte Twitter die Muskeln: Laut Medienberichten soll sich Ubermedia mit den TweetDeck-Machern schon über eine Übernahme einig gewesen sein. Das schreckte offenbar Twitter auf, das den Bieterwettstreit am Ende auch gewann (kress.de vom 26. Mai 2011) - angeblich mit einer deutlichen höheren Ablöse.

"Die Chance ist, Ubermedia bei der internationalen Expansion nach Europa zu unterstützen", so DLD-Ventures-Chef Marcel Reichart. Plattformen wie Twitter, Facebook oder Google änderten immer wieder das Verhalten gegenüber ihren Ökosystemen; das sehe man beispielsweise am Verhältnis zwischen Facebook und den Spieleentwicklern. Wichtig ist laut Reichart, dass das die Marktteilnehmer nicht einseitig benachteiligt. 

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