WAZ-Boss Hombach ist für Vermarktungsallianzen: "Es gibt kein Denkverbot"

 

Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, hat sich in einem Interview mit "Horizont" grundsätzlich für Vermarktungsallianzen mit anderen Verlagen ausgesprochen: "Es gibt kein Denkverbot", sagte er. Hombach kündigte zudem weitere Sparmaßnahmen in NRW an, die diesmal aber nicht die Redaktionen treffen sollen:

Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, hat sich in einem Interview mit "Horizont" grundsätzlich für Vermarktungsallianzen mit anderen Verlagen ausgesprochen: "Es gibt kein Denkverbot", sagte er. "Wir eruieren alle Möglichkeiten, Performance und Wirtschaftlichkeit der Vermarktung zu verbessern, sowohl für die Zeitschriften als auch für die Tageszeitungen NRW." Als Gesprächspartner bzw. potenzielle Gesprächspartner für eine Vermarktungsallianz nannte Hombach Burda und Axel Springer.

Hombach ging auch auf die Situation in NRW ein, wo seit Kurzem Manfred Braun, zusätzlich zu seiner Position als WAZ-Zeitschriftenchef, die Geschäfte führt. Die beiden Geschäftsführer der Gruppe, Hombach und Christian Nienhaus, wollen Braun weitgehend freie Hand lassen: Man habe sich entschieden, auch in NRW Holding und operative Verlagsaufgaben zu trennen, sagte Hombach: "Es gibt schlimmeres als ein Management, das täglich klüger wird."

Die WAZ-Gruppe hat in den vergangenen Jahren die Zahl der Tageszeitungs-Redakteure in NRW von 900 auf 600 reduziert, weil drei ihrer vier Blätter in die roten Zahlen geraten waren. Hombach deutete an, dass die "Westfälische Rundschau" immer noch nicht über den Berg ist: Sie könne sich noch nicht "zurücklehnen". Der WAZ-Geschäftsführer kündigte zudem weitere Sparmaßnahmen in NRW an, die diesmal aber nicht die Redaktionen treffen sollen: "Nun sollen auch der Verlagsbereich und die Produktion ihren Beitrag leisten."

Auf Grundlage eines Gutachtens von Boston Consulting will die WAZ-Gruppe zudem "neue, verlagsnahe Geschäftsfelder" beackern. Die neue WAZ Services GmbH soll Dienstleistungen an Dritte verkaufen. Die Essener Gruppe will sich zudem des Themas Corporate Publishing beherzt annehmen.

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