Condé Nast findet Redaktionsleiter: Thomas Knüwer macht die deutsche "Wired"

15.06.2011
 

Blogger Thomas Knüwer (Foto), 41, wird Redaktionsleiter der deutschen "Wired" in München. Das US-Magazin rund um digitalen Lifestyle erscheint hierzulande vorerst einmalig im September bei Condé Nast.

Blogger Thomas Knüwer (Foto), 41, wird Redaktionsleiter der deutschen "Wired" in München. Das US-Magazin rund um digitalen Lifestyle erscheint hierzulande vorerst einmalig im September bei Condé Nast.

Knüwer war bis Herbst 2009 Reporter fürs "Handelsblatt" und schrieb vor allem über Themen der Digitalbranche (kress.de vom 28. September 2009). Innerhalb der Szene machte er sich auch einen Namen mit dem Blog "Indiskretion Ehrensache".

Zuletzt bot Knüwer mit seiner Unternehmung kpunktnull Berater-Dienste zu Social-Media-Themen und digitalen Fragen an. Er gehört außerdem zu den Gründern des Food- und Reise-Blogs "gotoRio".

Zur Entwicklungsredaktion, die an der deutschen "Wired"-Printausgabe und einer zugehörigen iPad-App schraubt, gehört auch Markus Rindermann als Art Director. Er arbeitete früher u.a. für "Jetzt", das junge Magazin der "Süddeutschen Zeitung", und für "GQ". Via Blog unter "wired.de" will die Redaktion ab Donnerstag den Schaffensprozess online begleiten.

"Wir wollen die Fans der Marke von Anfang an in die Entwicklung involvieren, im
Dialog vermitteln was wie und vor allem warum passiert, welche Herausforderungen sich in so einem Projekt stellen. Die Leser sollen auch die Chance haben, Ideen für redaktionelle Themen einzubringen", so Knüwer in einer Mitteilung des Verlags.

Anfang Mai hatte Condé Nast angekündigt, das Kultheft "Wired" nach Deutschland zu importieren. Die Erstausgabe ist eine Beilage zur Oktober-Ausgabe des Männermagazins "GQ" (kress.de vom 5. Mai 2011). Geplant ist außerdem eine iPad-App, die sich an der US-App orientieren soll, wie Knüwer verrät. Wie es nach der ersten Ausgabe für die deutsche "Wired" weitergeht, lässt der Verlag bislang offen.

"Für uns ist diese Neu-Entwicklung ein Pilotprojekt, bei dem es nicht allein darum geht, den Markt für diesen Titel abzustecken", sagt Condé-Nast-Deutschlandchef Moritz von Laffert. "Es wird ein Best-Practice-Projekt für die konvergente Arbeitsweise unseres Hauses sein - sowohl von der redaktionellen und technologischen, als auch aus der Vermarktungsperspektive."

Condé Nast hat das US-Blatt "Wired" Ende der 90er-Jahre gekauft. Seit Anfang 2009 erscheinen auch Ausgaben in Italien und Großbritannien. Wie künftig die deutsche Ausgabe, greifen diese zum Teil auf Beiträge der US-Kollegen zurück.

Ihre Kommentare
Kopf

Tilman Eberle

16.06.2011
!

Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg mit diesem spannenden Projekt!


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