Weniger Laufzeit, weniger Kosten: NDR Rundfunkrat winkt ARD-Boxvertrag durch

24.06.2011
 

Kurz vor dem Schlussgong: Der NDR Rundfunkrat hat der Verlängerung des laufenden Vertrages zwischen der ARD und der Sauerland Event GmbH zur Übertragung von Boxwettkämpfen zugestimmt. Der NDR spricht in einer Mitteilung von einer "kontroversen Debatte" und "zum Teil erheblichen Bedenken".

Kurz vor dem Schlussgong: Der NDR Rundfunkrat hat der Verlängerung des laufenden Vertrages zwischen der ARD und der Sauerland Event GmbH zur Übertragung von Boxwettkämpfen zugestimmt. Der NDR spricht in einer Mitteilung von einer "kontroversen Debatte" und "zum Teil erheblichen Bedenken".

Zuvor hatte NDR Intendant Lutz Marmor dem Gremium am Freitag bei seiner Sitzung in Hamburg die Eckdaten des geplanten Rechteerwerbs erläutert. Gegenüber dem ursprünglich vorgesehenen Abschluss sei der jetzt vorgelegte Vertrag in zeitlicher und finanzieller Hinsicht deutlich reduziert, heißt es beim NDR. Seine Laufzeit erstreckt sich auf die Jahre 2013 und 2014. Für die ARD hatte die SportA GmbH in Abstimmung mit der ARD-Programmdirektion und dem Bayerischen Rundfunk die Verhandlungen geführt.     

Volker Müller, Vorsitzender des NDR Rundfunkrats: "Es hat sich gelohnt, dass die Gremien dem ursprünglich vorgesehenen Abschluss nicht zugestimmt haben. Der jetzt nachverhandelte Vertrag ist eine deutliche Verbesserung, beseitigt rechtliche Unklarheiten und hat sowohl die Laufzeit als auch das Volumen des Vertrages reduziert."    

Lutz Marmor: "Nicht jeder Zuschauer ist ein Anhänger des Boxens - das gilt in gleicher Weise für Mitglieder des NDR Rundfunkrats. Im Ergebnis hat der Rundfunkrat mit seinem Votum mehrheitlich dem ausgehandelten Kompromiss zugestimmt - für Millionen Boxsport-Fans eine gute Nachricht."

Hintergrund: Vor mehr als einem Jahr sollen die Intendanten um MDR-Chef Udo Reiter einen 54-Mio-schweren Dreijahresvertrag mit Sauerland geschlossen haben (kress.de vom 7. März 2011). Danach gab es dicke Luft in den ARD-Gremien. Die Zustimmung des NDR Rundfunkrates dürfte nun ein wichtiges Signal für die Rundfunkräte des WDR und SWR sein, deren Ja-Worte noch ausstehen. 

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