Piel gibt der "Sportschau" Rückendeckung: "Web-TV keine Alternative zum Free-TV"

27.06.2011
 

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel hat sich am Dienstag nach einer ARD-Intendantentagung für die "Sportschau" stark gemacht. Auch ohne Erstverwertungsrechte an der Fußball-Bundesliga würde man an der Sendung festhalten, so Piel laut einem dapd-Bericht. Es gebe auch Kurzberichte und im übrigen nicht nur Fußball.

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel hat sich am Dienstag nach einer ARD-Intendantentagung für die "Sportschau" stark gemacht. Auch ohne Erstverwertungsrechte an der Fußball-Bundesliga würde man an der Sendung festhalten, so Piel laut einem dapd-Bericht. Es gebe auch Kurzberichte und im übrigen nicht nur Fußball.

Web-TV sieht sie im Übrigen nicht als Ersatz für das Free-TV, weil dadurch eine riesengroße Gruppe von Menschen ausgeschlossen würde. Die "Sportschau" sehen im Durchschnitt 5,6 Mio Zuschauer.

Die ARD werde im Rahmen ihrer Möglichkeiten um die Bundesliga-Rechte mitbieten, kündigt Piel an. 

Hintergrund: Die DFL hatte vergangene Woche bei der Vermarktung der Bundesliga-Medienrechte einen "Durchbruch" gefeiert (kress.de vom 20. Juni 2011). Der Ligaverband darf ein Verwertungsszenario ausschreiben, das samstags eine frühe Highlight-Berichterstattung im Internet und auf mobilen Endgeräten vorsieht. Das Bundeskartellamt gab dafür grünes Licht. Damit könnte die Luft für die "Sportschau" ab der Spielzeit 2013/2014 dünn werden, denn in dem Szenario gibt es eine Free-TV-Berichterstattung erst ab 21.45 Uhr. Liga-Präsident Reinhard Rauball erklärte, es gehe dem Verband keineswegs darum, bestimmte Sendungen abzuschaffen. Die Ausschreibung soll Ende 2011 starten.

Bislang sammelt die DFL für die Bundesligavereine 412 Mio Euro von den Medienpartnern ein. Die ARD zahlt für die "Sportschau" aktuell 75 Mio im Jahr. Künftig könnte es deutlich mehr werden. An einer Fußball-Highlight-Berichterstattung im Internet soll Yahoo interessiert sein.

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