Schwedischer Musik-Service: Spotify kommt in den USA an

18.07.2011
 

Der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify ist nun auch in den USA gestartet. US-Nutzer dürfen sich auf der Homepage registrieren und bekommen während der Testphase Einladungen zugeschickt. Der Dienst bemühte sich seit gut einem Jahr, in den USA Fuß zu fassen. In den vergangenen Wochen zeichnete sich eine Einigung mit den großen Musiklabels ab.

Der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify ist nun auch in den USA gestartet. US-Nutzer dürfen sich auf der Homepage registrieren und bekommen während der Testphase Einladungen zugeschickt.

Zu Beginn bietet Spotify in den USA drei Modelle an: Der Gratis-Service liefert Musik satt, enthält aber auch Werbung. Das Spotify-Unlimited-Abo kommt ohne Reklame aus, kostet aber 4,99 Dollar pro Monat. Spotify Premium schlägt mit 9,99 Dollar monatlich zu Buche, ist aber ebenfalls komplett werbefrei und zudem offline und auf mobilen Endgeräten verfügbar.

Der Dienst bemühte sich seit gut einem Jahr, in den USA Fuß zu fassen. In den vergangenen Wochen zeichnete sich eine Einigung mit den großen Musiklabels ab, darunter Sony BMG, Universal Music und EMI, die mittlerweile mit 18% an Spotify beteiligt sind. Zuletzt war Spotify vor allem in UK und im Heimatland Schweden ein Name. Nach Unternehmensangaben nutzt in Schweden die Hälfte aller Haushalte den Streaming-Dienst.

Mit dem US-Start wird Spotify zum Wettbewerber für die diversen Streaming-Dienste, die vor allem Google, Amazon und Apple (iCloud) derzeit in Stellung bringen. Vor allem aber könnte eine Zusammenarbeit mit Facebook Spotify Tür und Tor zu einem großen Publikum öffnen. Über eine mögliche enge Einbindung in das Social Network wird seit knapp zwei Monaten spekuliert - für Facebook dürfte ein US-Angebot von Spotify dafür Bedingung sein (kress.de vom 26. Mai 2011).

Hierzulande ist Spotify nicht verfügbar, da im zerfaserten europäischen Markt für jedes Land einzeln Verträge mit Rechteverwertern und Musiklabels geklärt werden müssen. Mit Simfy gibt es in Deutschland allerdings eine Alternative, die über einen Facebook-Player bereits mit dem Social Network verbandelt ist.

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