Dirty Harry - back with a vengeance: Harald Schmidt krönt Sat.1-Retro-Parade

 

Kein Werbekunde oder Medienjournalist hätte den Programmverantwortlichen so trefflich den Spiegel vorhalten können wie Harald Schmidt. Bei der ProSiebenSat.1 Summertime in München kannte sein Spott vor allem ein Ziel: den eigenen (neuen, alten) Sender. "Ich freue mich, zum siebten Mal dabei zu sein, wenn ein ganz neues Sat.1 vorgestellt wird", scherzte der Altmeister. Man wolle nun zeigen, welche alten Sachen alle nach Jahren wiederkämen.

Kein Werbekunde oder Medienjournalist hätte den Programmverantwortlichen so trefflich den Spiegel vorhalten können wie Harald Schmidt. Bei der ProSiebenSat.1 Summertime in München kannte sein Spott vor allem ein Ziel: den eigenen (neuen, alten) Sender. "Ich freue mich, zum siebten Mal dabei zu sein, wenn ein ganz neues Sat.1 vorgestellt wird", scherzte der Altmeister. Man wolle nun zeigen, welche alten Sachen alle nach Jahren wiederkämen. Dass Sat.1 für einen Erstliga-Sender erstaunlich viel Me-too und Retro vorhat (hier die kress-Meldung zum Programm), ist Schmidt ebenso wie vielen Gästen des Abends überdeutlich aufgefallen.

Für die Fortsetzung des Sat.1-Blockbusters "Die Wanderhure" - die für 2012 geplante "Rache der Wanderhure" - kündigte er Dominique Strauss-Kahn als Gaststar neben Alexandra Neldel an. Von Annette Frier ("Danni Lowinski") und Henning Baum ("Der letzte Bulle") wollte er wissen: "Wie fühlt sich euer enormer Erfolg an? Oder besser gefragt: Wie fühlt sich das an, wenn man zweistellige Marktanteile hat?"

Baum hatte extra für seinen Auftritt in München den Drehstart zur dritten Staffel des "Bullen" verschoben. Die erste Klappe fällt am heutigen Donnerstag in Essen. Noch in der Nacht wollte Baum über die Autobahn "da hoch knallen" - eine Ausdrucksweise, die Schmidt nach eigenem Bekunden "sonst nur von Ralle Richter auf Familienbesuch" kennt. Der Schauspieler bekam von ihm noch den Hinweis mit auf den Weg, dass der letzte "Bulle", den Sat.1 hatte, heute auf einem großen roten Stuhl vorm Möbelmarkt sitze.

Mehrfach betonte Schmidt, dass er Sat.1 seit 25 Jahren treu sei. Einzige Einschränkung: "Auf Wunsch der EU wurde ich die letzten Jahre über von der ARD bezahlt, um die ProSiebenSat.1-Investoren etwas zu entlasten."

Fast noch mehr als über seine eigene Show sprach Dirty Harry über die neuen ARD-Vorabend-Pläne von Thomas Gottschalk. "Ich habe gehört, er will die Show interaktiv anlegen und viel mit Skype machen. Ja, kann man denn über Skype auch Frauen angrapschen?" Die moderne Kommunikationstechnik sei genau das Ding seines lieben Freundes Thomas: "Er ist den ganzen Tag im Netz unterwegs - wenn er nicht gerade alte LPs von Status Quo hört."

Auf einem Flipchart rechnete er minutiös die Budgetplanung für Gottschalks Vorabend-Show vor - besonders interessant für die im Publikum sitzende Chefin von Grundy Light Entertainment, Ute Biernat, die das Format produzieren wird. "Offiziell sind 300.000 Euro pro Folge kalkuliert, aber es gibt ja immer versteckte Kosten. Also packt der Udo vom MDR noch 50.000 drauf - die kommen vom KiKa. Von der Gesamtsumme bekommt Grundy für die Produktion 15.000 Euro. Mein Tipp: Am besten drei Steadicams kalkulieren, damit der WDR-Controller zwei wegstreichen kann! Wir Produzenten wissen ja, wie's läuft."

Ihre Kommentare
Kopf
Wolf-Dieter Herrmann

Wolf-Dieter Herrmann

Frei
Moderator/Journalist

21.07.2011
!

Endlich wieder da;
Schmidt-Schnauze Harald. Und Helmut saß heimlich im Publikum, nippte locker lächelnd an seiner Cola und zog genüsslich an der Reyno White Menthol.
SAT.1 ist wieder da!


Front End

30.07.2011
!

Wenn es einer schafft das Niveau zu heben ???


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