Agof-Zahlen für April 2011: "DSDS" beflügelt "rtl.de", News-Sites verlieren

28.07.2011
 

Unstillbar war offenbar die Sehnsucht der "DSDS"-Anhänger, die im April daher rudelweise die RTL-Website bevölkerten. Laut der jüngsten monatlichen Agof-Ausweisung, erreichte "rtl.de" im April knapp 800.000 Unique User (UU, +8,8%) mehr als im Vormonat. Talwärts ging's indes für annähernd die gesamte Nachrichtenbranche. "Spiegel Online", Höhenflieger im März, verlor 2,24 Mio UU, knapp ein Fünftel der Reichweite.

Unstillbar war offenbar die Sehnsucht der "DSDS"-Anhänger, die im April daher rudelweise die RTL-Website bevölkerten. Laut der jüngsten monatlichen Agof-Ausweisung, erreichte "rtl.de" im April knapp 800.000 Unique User (UU, +8,8%) mehr als im Vormonat. Talwärts ging's indes für annähernd die gesamte Nachrichtenbranche. "Spiegel Online", Höhenflieger im März, verlor 2,24 Mio UU, knapp ein Fünftel der Reichweite.

Kein Blumentopf für die News-Sites


Im Vergleich mit dem März, in dem die atemlose Weltlage den Newssites ihre Leser zuhauf in die Arme trieb, hatten es alle Nachrichtenangebote im April schwer. Mehr als die Hälfte der Top-Absteiger gehören dazu. Besonders hart traf es neben "SpOn" "n-tv.de", das mit einem Minus von 1,83 Mio UU mehr als ein Drittel seiner Reichweite einbüßte. Unter den Verlierern fanden sich zudem "welt.de" (-1,58 Mio, -19%), "stern.de" (-1,47 Mio, -22,7%), "Zeit Online" (-1,24 Mio, -26%) und "faz.net" (-1,06 Mio, -25,4%).

"Focus Online" verlor rund 17% (-1,56 Mio). Die Reichweite von Spitzenreiter "bild.de" sank "nur" um gut 1 Mio UU oder 7,65%, obwohl Axel Springer die Seite Anfang April umgebaut hatte (kress.de vom 27. März 2011). Die Entwicklung war zuvor schon in der entsprechenden IVW-Auswertung für den April deutlich geworden (kress.de vom 9. Mai 2011).

Die Nachrichtenflaute im April, der in diesem Jahr zudem die Osterfeiertage aufnahm, erfasste auch die Wirtschaftspresse: "ftd.de" rutschte um 18% nach unten, "Handelsblatt Online" verlor etwa 14%. Einzeig "manager-magazin.de" behauptete sich und packte gar noch 390.000 UU (+26%) drauf.

Die Seite zählt zu den Top-Gewinnern im April. In dieser Hitliste rangieren außerdem "wetter.com" und "Wetter Online", die beide vom (damals) einsetzenden Sommer profitiert haben dürften. Weit oben fand sich auch die Musik-Video-Seite "tape.tv", die um 830.000 UU zulegte (+27% auf 3,8 Mio UU). In eine ähnliche Kerbe schlägt das ebenfalls gut gemachte Musikangebot "putpat.tv", das im Vergleich allerdings bei mageren 70.000 UU dümpelte. Die Videoseiten MyVideo und Clipfish lagen im April beide ebenfalls im Minus.

Keine Verschnaufpause für Social Networks


Erneut um eine Stufe gen Keller ging's im April für die VZ-Netzwerke. Gegenüber dem März kamen dem Social Bündel aus "studiVZ", "meinVZ" und "schülerVZ" gut 500.000 UU abhanden, das entspricht mittlerweile etwa 5% der gesamten Reichweite.

Dem Wettbewerb erging's kaum besser: Die Lokalisten (ProSiebenSat.1) fanden sich im April bei 1,69 Mio UU wieder, ein Minus von knapp 20% im Vergleich zum März. wer-kennt-wen (RTL-Gruppe) verlor mehr als 4%, die deutsche MySpace-Seite schrumpfte um ein Zehntel und verzeichnete noch knapp 4 Mio UU.

Vermarkter verlieren, OMS und Springer am meisten

Die Vermarkter lagen durch die Bank im Minus. Unter den Top-Ten blutete insbesondere die OMS (-8%), die vor allem Online-Angebote von Tageszeitungen im Portfolio hat, die wie beschreiben unter der dürftigen Nachrichtenlage gelitten haben. Hart traf es auch Axel Springer Media Impact (-7,9%), wo sich auch kleine Rückschläge, wie bei "computerbild.de", "welt.de", "bild.de", "abendblatt.de" oder "idealo.de", am Ende summierten. An der Spitze, wie gehabt: T-Online (im Einzelranking) und der zugehörige Vermarkter Interactive Media.

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