Im Alter von 84 Jahren: WAZ-Verlegerin Gisela Holthoff ist gestorben

 

Gisela Holthoff, Miteigentümerin der Essener WAZ-Gruppe, ist am 27. Juli im Alter von 84 Jahren in Essen gestorben. Sie war die Tochter von Jakob Funke, der die "WAZ" 1948 gemeinsam mit Erich Brost gegründet hatte.

Gisela Holthoff, Miteigentümerin der Essener WAZ-Gruppe, ist am 27. Juli im Alter von 84 Jahren in Essen gestorben. Sie war die Tochter von Jakob Funke, der die "WAZ" 1948 gemeinsam mit Erich Brost gegründet hatte. Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Gruppe, nannte sie "eine Frau, die ihr Umfeld auf selbstbewusste und feinfühlige Weise gestaltet hat".

Die WAZ-Gruppe gehört jeweils zu 50% den Familienstämmen Funke und Brost. Innerhalb des Funke-Stammes kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Querelen: So wurde im Juni bekannt, dass Gisela Holthoff und ihr Adoptivsohn Stephan Holthoff-Pförtner im November 2008 geheime Verträge mit Anneliese Brost schlossen, der (mittlerweile verstorbenen) Witwe des WAZ-Gründers Brost. Sie gewährte Holthoff-Pförtner einen Kredit, der ihm erlaubte, die Anteile seines Mitgesellschafters Frank Holthoff zu übernehmen, des leiblichen Sohns von Gisela Holthoff. Die Sache wurde ruchbar, und Gisela Holthoffs Schwester Petra Grotkamp, ebenfalls dem Funkestamm zugehörig, und ihr Mann Günther Grotkamp gingen auf die Barrikaden. Sie beharren auf Parität zwischen den Stämmen und werfen Holthoff-Pförtner vor, sich in die Abhängigkeit der Brost-Seite begeben zu haben.

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