Weniger schlechtes zweites Quartal: AOL steigert Werbeerlöse

 

Der Internetkonzern AOL hat im zweiten Quartal einen Verlust von 11,8 Mio Dollar geschrieben. Ein Verlust ist nichts Schönes, doch im Vergleich zum zweiten Quartal 2010, in dem das Minus 1,06 Mrd Dollar betrug, ist ein Verlust von 11,8 Mio Dollar positiv zu werten. Vor einem Jahr ritten vor allem Abschreibungen und hohe Restrukturierungskosten das Unternehmen tief in die roten Zahlen.

Der Internetkonzern AOL hat im zweiten Quartal einen Verlust von 11,8 Mio Dollar geschrieben. Ein Verlust ist nichts Schönes, doch im Vergleich zum zweiten Quartal 2010, in dem das Minus 1,06 Mrd Dollar betrug, ist ein Verlust von 11,8 Mio Dollar positiv zu werten. Vor einem Jahr ritten vor allem Abschreibungen und hohe Restrukturierungskosten das Unternehmen tief in die roten Zahlen (kress.de vom 5. August 2010).

Der Umsatz betrug im zweiten Quartal 2011 542,2 Mio Dollar, 8% weniger als im zweiten Qurtal 2010, in dem AOL 592,2 Dollar einnahm. Auch dieser Wert ist besser als auf den ersten Blick scheint, denn was anzog, waren die wichtigen Werbeerlöse. Sie kletterten um 5% auf 319,0 Mio Dollar. Dies ist laut Unternehmen der erste Anstieg seit drei Jahren. Um 23% auf 201,3 Mio Dollar gesunken sind die Erlöse aus dem Geschäft mit Internetzugängen. Doch seine Zukunft sieht AOL ohnehin im Inhaltegeschäft - und für dieses sind die Werbeerlöse relevant.

AOL, 2001 mit Time Warner vermählt und 2009 wieder geschieden, zog sich in den vergangenen Monaten aus verschiedenen Märkten zurück - auch aus Deutschland (kress.de vom 4. Mai 2011). CEO Tim Armstrong investierte viel Geld in seine Idee einer Inhaltefabrik, strich jedoch auch Stellen (kress.de vom 11. März 2011). Für rund 315 Mio Dollar kaufte AOL die "Huffington Post" ("HuffPo"). Alle redaktionellen Kräfte wurden der "HuffPo"-Gründerin Adriana Huffington unterstellt, auch "TechCrunch" und "Engadget". Anfang Juli 2011 startete die "Huffington Post" in Großbritannien. 

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