Egmont Ehapa holt "Donald" aus dem Ofen: "Ente im Schmortopf"

 

Es ist ein schwieriges (wenn nicht sogar unmögliches) Unterfangen, die Welt der "Lustigen Taschenbücher" auf einen Lifestyle-Titel zu übertragen. Gewagt ist es daher allemal, was Egmont Ehapa mit "Donald" versucht: Inhalte, die man eher in "Gala Men", "Playboy” & Co. vermutet, mit der kindlichen Disney-Welt zu vermählen. Am Ende ist es vielleicht bezeichnend für dieses Magazin, dass auf den letzten Seiten die (titelgebende) Ente im Koch-, Verzeihung: Schmortopf zur Strecke gebracht wird.

Es ist ein schwieriges (wenn nicht sogar unmögliches) Unterfangen, die Welt der "Lustigen Taschenbücher" auf einen Lifestyle-Titel zu übertragen. Gewagt ist es daher allemal, was Egmont Ehapa mit "Donald" versucht: Inhalte, die man eher in "Gala Men", "Playboy” & Co. vermutet, mit der kindlichen Disney-Welt zu vermählen. Am Ende ist es vielleicht bezeichnend für dieses Magazin, dass auf den letzten Seiten die (titelgebende) Ente im Koch-, Verzeihung: Schmortopf zur Strecke gebracht wird.

Der "angesagte deutsche Designer im Interview", den Egmont Ehapa im Mai ankündigte, entpuppt sich als Michael Michalsky - er ist zusammen mit Donald als Reporter zu sehen. Zudem interviewt man "Die Ärzte" (abgebildet als Comic-Figuren), ahmt das berühmte Cover der Nirvana-Platte "Nevermind" mit Baby-Dagobert nach und lässt die Ente Reisetipps geben. Einen seltsam deplatzierten Eindruck hinterlässt die Rubrik "Kaufen" - als ob sie aus einem anderen Lifestyle-Titel in das Magazin gerutscht wäre. Ein Lichtblick ist die Gegenüberstellung von altem VW Käfer, der auch schon im Disney-Film "Herbie" die Hauptrolle spielte, und dem neuen VW Beetle. Hier wirkt nichts bemüht, der Zusammenhang erschließt sich von selbst.

Angestrengt und anstrengend

Chefredakteur Peter Höpfner, der alle Disney-Publikationen des Verlags verantwortet, versprach das "ungewöhnlichste Magazin aus Entenhausen, welches es je gab". Er wollte ein Magazin machen, das lifestyleorientierte Männer zwischen 18 und 40 Jahren sowie Sammler und Fans von Entenhausen-Produkten anspricht. Dafür biegt die Redaktion jeden Artikel, jedes Interview, ja fast sogar jede Bildunterschrift in Richtung Donald, Daisy und Minni.

Die Idee ist süß. Weniger wäre aber mehr gewesen: Weniger Disney-Personal in Text und Bild, weniger Comic-Optik und weniger Kindlichkeit. So wirkt "Donald" angestrengt - und leider auch anstrengend für den Leser.

Der One-Shot, der seit dem 11. August am Kiosk liegt, kostet 5 Euro. Der Verlag ließ 150.000 Exemplare drucken. 

Ihre Kommentare
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Dennie Klose

Dennie Klose

DennieKlose
Moderator

12.08.2011
!

auf dem Coverremake des Neverminalbums ist wohl er der junge Dagobert zu sehen als der junge Donald, aber das nur am Rande. ;)
Habe gestern erst gesehen, dass es dieses Magazin jetzt gibt und werde mir trotz der schlechten Kritik mal eine Ausgabe holen und wenn sie nur dazu dient, den wackeligen Tisch zu stabilisieren.
Schönes Wochenende :)


Dennie Klose

Dennie Klose

DennieKlose
Moderator

12.08.2011
!

und schon korrigiert :) Den Onkel Dagobert wird es freuen :)
Lieben Gruß aus Niedersachsen


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