Wenn man die tatsächlichen Verkäufe zählt: Nokia doch (noch) vor Apple

 

Neue Zahlen zum Smartphone-Markt haben die IT-Analysten von Gartner veröffentlicht. Demnach verkaufte Nokia mehr Geräte als Apple. Anders als die in der vergangenen Woche kursierenden Zahlen, die sich auf Auslieferungen bezogen, listet Gartner die tatsächlich verkauften Geräte auf. Wenig überraschend liegt auch hier Android vorne. Googles Betriebssystem war auf 43,4% aller verkauften Geräte, nach 17,2% im zweiten Quartal.

Neue Zahlen zum Smartphone-Markt haben die IT-Analysten von Gartner veröffentlicht. Demnach verkaufte Nokia mehr Geräte als Apple. Anders als die in der vergangenen Woche kursierenden Zahlen, die sich auf Auslieferungen bezogen, listet Gartner die tatsächlich verkauften Geräte auf. Wenig überraschend liegt auch hier Android vorne. Googles Betriebssystem war auf 43,4% aller verkauften Geräte, nach 17,2% im zweiten Quartal.

Bei den Auslieferungen hat Apple Nokia bereits überholt. Doch schaut man sich die tatsächlich verkauften Geräte an, liegt Nokia vor Apple. 22,1% der Smartphones liefen mit Nokias Betriebssystem Symbian, 18,2% waren iPhones. Der Trend ist dennoch eindeutig: Während Apple seinen Marktanteil um 4,1 Prozentpunkte steigerte, halbierte sich der Anteil von Nokia und fiel um 18,8 Prozentpunkte. RIM (Blackberry) büßte 7 Prozentpunkte auf 11,7% ein. Microsoft litt weiter unter der Umstellung auf Windows Phone 7 (Nokias künftigem Betriebssystem) und sackte von 4,9% auf 1,6%.

Zwei Hersteller stehen vor großen Herausforderungen: Sowohl Nokia als auch RIM tauschen auf absehbare Zeit ihre Betriebssysteme aus. Nokia steigt - quasi auf einen Schlag - von Symbian auf Windows Phone 7 um, RIM will fließend sein modernes Tablet-Betriebssystem QNX auf die Smartphones bringen. Zeitgleich mit der Einführung der neuen Geräte stoppt Nokia auf dem wichtigen US-Markt den Verkauf aller seiner bisherigen Handys  - dem Marktanteil dürfte dies einen gehörigen Dämpfer verschaffen. RIM riskiert mit der Umstellung, Bestandskunden zu verprellen: So will das Tech-Blog "BGR" erfahren haben, dass das erste QNX-Smartphone, das Blackberry Colt, nicht mit der bisherigen Blackberry-Infrastruktur zusammenarbeiten kann.

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