Die Mehrheit steht zum Verkauf: RTL überlegt Einstieg bei polnischem TV-Konzern

 

Die RTL Group könnte beim polnischen TV-Konzern TVN einsteigen. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, prüfe der Konzern den Einstieg, der die RTL Group rund 1 Mrd Euro kosten würde. Die Übernahme wäre die größte seit Jahren. Ende Juni hatte die RTL Group 973 Mio Euro in der Kasse. 

Die RTL Group könnte beim polnischen TV-Konzern TVN einsteigen. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, prüfe der Konzern den Einstieg, der die RTL Group rund 1 Mrd Euro kosten würde. Die Übernahme wäre die größte seit Jahren. Ende Juni hatte die RTL Group 973 Mio Euro in der Kasse. Vorstandsvorsitzender von TVN ist Markus Tellenbach, der einst Vox führte (kress.de vom 13. August 2009).

Noch befinde sich der Auswahlprozess in einer frühen Phase, so ein Beteiligter zum "Handelsblatt". Weitere Interessenten wären der französische Konzern Vivendi, der mit dem Bezahlsender Canal Plus bereits in Polen vertreten ist, der US-Konzern Time Warner und der Kabelkonzern Liberty Global.

Zum Verkauf stehen 56% der TVN-Aktien. Die Erben des im Oktober 2009 gestorbenen TVN-Gründers Jan Wejchert und die anderen beiden Gründer Mariusz Walter und Bruno Valsangiacomo haben sich dem Bericht zufolge entschlossen, ihre Mehrheit noch im Frühherbst zu verkaufen. Sie bündeln, so das "Handelsblatt", ihre Anteile unter dem Dach der ITI Group.

Die RTL Group verfügt über insgesamt 40 Fernsehsender. Diese betreibt RTL in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Kroatien, Ungarn, Spanien und Griechenland. Erst in den vergangenen Monaten übernahm der Konzern die Sender in Kroatien, Ungarn und den Niederlanden komplett (kress.de vom 29. Juli 2011).

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