Käufer gesucht: Orts-Dienst Dailyplaces ist pleite

26.08.2011
 

Der ortsbasierte Dienst Dailyplaces ist pleite. Die GmbH mit Sitz in Frankfurt hat einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt und lässt nun nach einem Investor suchen. Angebote sind bis zum 19. September willkommen, bis dahin soll der Betrieb weiterlaufen.

Der ortsbasierte Dienst Dailyplaces ist pleite. Die GmbH mit Sitz in Frankfurt hat einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt und lässt nun nach einem Investor suchen. Angebote sind bis zum 19. September willkommen, bis dahin soll der Betrieb weiterlaufen.

Zwei von vier Gründern haben das Unternehmen inzwischen verlassen. CEO Andreas Ebert und Technikchef Stefan Deitmer sind weiterhin an Bord.

Derzeit versammelt Dailyplaces nach eigenen Angaben rund 45.000 Nutzer auf der Plattform, an die Werbekunden über ortsbasierte und personalisierte Werbung rankommen sollen. Das Geschäft erweist sich aber nicht nur für Dailyplaces als komplex, zu sehr offenbar, um ausreichend Erlöse zu schaffen.

Dailyplaces positionierte sich als Wettbewerber zu prominenten Diensten wie Foursquare und hierzulande friendticker. Später machte auch das soziale Netzwerk Facebook mit seiner Check-In-Variante 'Places' zusätzlich Druck. Trotz diverser Relaunches, internationaler Anerkennung, einer guten App und dem zuletzt aufgebrachten lokalen Echtzeit-Chat kam Dailyplaces nie recht auf die Beine.

"Netzwertig"-Autor Martin Weigert räumt in seinem Beitrag auch dem Standort Frankfurt eine Teilschuld ein und legt dem potenziellen neuen Eigner den Umzug nach Berlin nahe. "Ein Location-Service braucht als Heimat eine echte, urbane und angesagte Metropole, in der eine kritische Masse aufgebaut wird, die von dort aus die Kunde als Botschafter in alle Welt trägt."

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