Bertelsmann im ersten Halbjahr: Umsatz wächst, operatives Ergebnis unter Rekordwert

 

Der Medienkonzern Bertelsmann, zu dem die RTL Group, Gruner + Jahr (G+J) und der Verlag Random House gehören, hat im ersten Halbjahr 2011 den Umsatz um 1,9% auf 7,2 Mrd Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (operating Ebit) erreichte 737 Mio Euro und lag damit unter dem Rekordwert des Vorjahres von 754 Mio Euro.

Der Medienkonzern Bertelsmann, zu dem die RTL Group, Gruner + Jahr (G+J) und der Verlag Random House gehören, hat im ersten Halbjahr 2011 den Umsatz um 1,9% auf 7,2 Mrd Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (operating Ebit) erreichte 737 Mio Euro und lag damit unter dem Rekordwert des Vorjahres von 754 Mio Euro. 

"Für den weiteren Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr sind wir verhalten optimistisch, wobei die Unsicherheiten im wirtschaftlichen Umfeld zugenommen haben", erläuterte Bertelsmann-Finanzvorstand Thomas Rabe. Für das Geschäftsjahr 2011 rechne er daher unverändert mit einem moderaten Anstieg des Konzernumsatzes und mit einer Umsatzrendite von über 10%. "Das operative Ergebnis wird - auch aufgrund von Kosten für neue Projekte und höherer Energiekosten - voraussichtlich leicht unter dem Vorjahreswert liegen, das Konzernergebnis wird aufgrund geringerer Einmaleffekte über dem Vorjahreswert bleiben", so Rabe.

Die Umsatzrendite im ersten Halbjahr 2011 belief sich auf 10,3%, nach 10,7% im ersten Halbjahr 2010. "Die operative Umsatzrendite erreichte erst zum zweiten Mal überhaupt in einem Halbjahr einen zweistelligen Wert", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, Hartmut Ostrowski. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 23 Mio Euro oder 9,3% auf 269 Mio Euro.

Für höhere Umsätze sorgten die TV-Tochter RTL Group und der Zeitungs- und Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr sowie der Outsourcing-Dienstleister Arvato. Positiv auf den Gewinn wirkten sich das Fernsehgeschäft und das Buchverlagsgeschäft von Random House aus. 

  • Die RTL Group profitierte von guten Geschäften in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden (kress.de vom 24. August 2011).
  • Bei Random House entwickelten sich laut Bertelsmann insbesondere das US-Geschäft und die Digitalaktivitäten positiv. In den USA macht Random House 20% des Umsatzes im Digitalgeschäft. Rund 27.000 E-Book-Titel haben der Verlag und seine Töchter bereits im Programm. 
  • Der Zeitschriftenverlag G+J erzielte höhere Anzeigen- und Vertriebserlöse und profitierte von "Effizienzverbesserungen der Verlags- und Redaktionsstrukturen".
  • Arvato steigerte zwar seinen Umsatz; doch hätten höhere Preise für Energie und Papier sowie Anlaufkosten für neue Geschäfte zu einem Rückgang beim Operating Ebit geführt.

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