Foht-Affäre: MDR entlässt Unterhaltungschef fristlos

 

Der MDR will seinen suspendierten Unterhaltungschef Udo Foht endgültig entlassen. Auf der Sondersitzung des MDR-Rundfunkrates teilte MDR-Intendant Udo Reiter den Mitgliedern mit, dass ein Verfahren zur fristlosen Kündigung eingeleitet worden sei.

Der MDR will seinen suspendierten Unterhaltungschef Udo Foht endgültig entlassen. Auf der Sondersitzung des MDR-Rundfunkrates teilte MDR-Intendant Udo Reiter den Mitgliedern mit, dass ein Verfahren zur fristlosen Kündigung eingeleitet worden sei.

Reiter erklärte den Rundfunkräten, Foht habe seine Kompetenzen überschritten. Was der suspendierte Unterhaltungschef tat, sei ein grober Verstoß gegen die Dienstanweisungen gewesen. Wie die Nachrichtenagentur dapd erfahren haben will, hätten zahlreichen Rundfunkräte Reiter heftig kritisiert. Der MDR-Intendant habe erklärt, er übernehme die politische Verantwortung für die Affäre. 

Der suspendierte Leiter des Programmbereichs Unterhaltung des MDR Fernsehens soll sich laut MDR offenbar bei Produzenten und Privatpersonen Geld geliehen haben, das er angeblich für Produktionen oder notleidende Produktionsfirmen benötigte. Dieses Geld wurde dann teilweise von Dritten, teilweise mit großer Verspätung, teilweise gar nicht zurückgezahlt. Erst am Dienstag berichtete die "Welt", dass der TV-Produzent Werner Kimmig, 63, Schulden Fohts an einen Musikmanager bezahlt haben soll (kress.de vom 30. August 2011). 

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