All You Can Read: Amazon plant E-Book-Flatrate

 

Der Handelskonzern Amazon spricht mit Verlagen über eine Flatrate für digitale Bücher. Dies berichtet das "Wall Street Journal" ("WSJ") und beruft sich auf mit der Sache vertrauten Personen. Kunden würden eine jährliche Gebühr zahlen und dafür Zugriff auf eine Bibliothek von Kindle-Büchern, also Büchern im Amazon-eigenen E-Book-Standard, erhalten.

Der Handelskonzern Amazon spricht mit Verlagen über eine Flatrate für digitale Bücher. Dies berichtet das "Wall Street Journal" ("WSJ") und beruft sich auf mit der Sache vertrauten Personen. Kunden würden eine jährliche Gebühr zahlen und dafür Zugriff auf eine Bibliothek von Kindle-Büchern, also Büchern im Amazon-eigenen E-Book-Standard, erhalten.

Wie viel Rückendeckung Amazon mit dem Vorstoß bei den Verlagen hat, ist unklar. Das "WSJ" schreibt, dass hochrangige Verlagsmitarbeiter von der Idee "nicht begeistert" wären. Sie befürchten, dass eine Flatrate den Wert von Büchern mindere und auch ihre Verhandlungsposition mit anderen Händlern schwäche. Amazon wollte sich gegenüber der Zeitung nicht äußern.

Laut den Quellen des "WSJ" könnte Amazon sein Prime-Angebot (zumindest in den USA) auch auf Bücher ausdehnen. Dafür sei der Handelskonzern bereit, die Verlage zu entlohnen. Von einer "beträchtlichen" Summe ist die Rede. Zudem würde Amazon die Anzahl der Bücher, die Prime-Mitglieder monatlich kostenlos lesen könnten, begrenzen. Amazon will, so der Bericht, vor allem ältere Bücher anbieten. 

Amazon bietet unter dem Namen Amazon Prime für eine Jahresgebühr von 79 US-Dollar kostenlosen Versand und Zugriff auf TV-Serien und Filme, die sich online abrufen lassen. In Deutschland kostet Prime nur 29 Euro, erstreckt sich aber auch nur auf den kostenlosen Versand.

Für Amazon wäre eine Flatrate für Bücher, zusätzlich zu der für TV-Serien und Filme, nur ein weiterer Baustein für ein geschlossenen System à la Apple. Musik in Form von MP3-Dateien bietet Amazon bereits, ebenso einen Laden für Android-Apps, E-Books zum Kauf und ein E-Book-Lesegerät. Was fehlt, ist ein Tablet, mit dem sich Videos betrachten und Apps einsetzen lassen (kress.de vom 14. Juli 2011). Die Lösung naht: Laut "TechCrunch" soll das ab Oktober erhältliche Gerät einen sieben Zoll Touchscreen besitzen, wie das E-Book-Lesegerät den Namen Kindle tragen und 250 Dollar kosten. Das Betriebssystem Android würde im Hintergrund seinen Dienst verrichten, sich aber hinter einer Amazon-eigenen Oberfläche verbergen. 

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